• 29.11.2011, 13:33:57
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Feinstaub-Grenzwert im Herbst nicht überschritten

Feinstaubreduktion durch richtiges Heizen und umweltfreundliche Mobilität

Bregenz (OTS/VLK) - Die Inversionswetterlage der letzten Wochen
hat die Feinstaubwerte in Österreich gebietsweise deutlich über den
Grenzwert steigen lassen. In Vorarlberg blieb die Feinstaubbelastung
jedoch moderat, berichtet das Umweltinstitut des Landes. Auch diesen
Winter wird die Landesregierung der Reduzierung von
Feinstoffbelastungen besonderes Augenmerk widmen, sagt
Umweltlandesrat Erich Schwärzler: "Die 30+1 Maßnahmen zur
Verbesserung der Luftqualität zeigen bereits Wirkung und werden
weiter konsequent umgesetzt."

Durch die seit Ende Oktober anhaltende Hochdruckwetterlage waren
vor allem die Gebiete im Osten Österreichs benachteiligt. Die flachen
Inversionen verbunden mit niedrigen Windgeschwindigkeiten führten
dort zur Anreicherung der Schadstoffemissionen in bodennahen
Luftschichten. In der Folge stieg die Schadstoffbelastung von Tag zu
Tag an.

In Vorarlberg unterbrach eine mehrtägige Föhnlage Anfang November
die Inversionsschichtung. In der Folge stellten sich immer wieder
hochreichende Inversionen mit hoher Nebelobergrenze ein, die einen
vertikalen Luftaustausch mit entsprechender Verdünnung der
Schadstoffe erlaubten. In der langen herbstlichen Schönwetterphase
musste erfreulicherweise an keiner Luftgüte-Messstelle eine
Überschreitung des Feinstaub-Grenzwerts von 50 g/m3 verzeichnet
werden.

Das 30+1 Maßnahmenprogramm des Landes zur Reduzierung der
Schadstoffemissionen und die zusätzlichen Sanierungsprogramme gemäß
Immissionsschutzgesetz-Luft zielen auf eine dauerhafte Senkung der
Feinstaubbelastung, betont LR Schwärzler. Verschiedene Schritte etwa
im Bereich der Filterausrüstung im ÖPNV, bei der Straßenreinigung und
beim Winterdienst sowie im Bereich der Holzfeuerungen wurden bereits
unternommen. Die Feinstaubemissionen konnten dadurch nachweislich
verringert werden. "Wir setzen unsere Anstrengungen unvermindert
fort, um künftig auch bei kritischen Inversionswetterlagen im Winter
die Luftbelastung so gering wie möglich zu halten", betont LR
Schwärzler.

Ein erfolgreiches Instrument zur Reduktion der Feinstaubemissionen
aus Heizungsanlagen war und ist die zielgerichtete Information und
Beratung vor Ort durch die Kaminkehrer. Die vor Jahren gestartete
Aktion wird laut Landesrat Schwärzler auch heuer fortgesetzt. Die
Neuauflage des begleitenden Folders "Richtig Heizen" ist soeben
erschienen und enthält nützliche Tipps und Hinweise für jeden
Ofentyp; sie ist unter www.vorarlberg.at/umweltinstitut abrufbar.

In den letzen Jahren wurde von verschiedenen Unternehmen und
insbesondere vom Landbus Unterland Busse mit geschlossenen,
hochwirksamen Partikelfiltern angeschafft. Die Filtersysteme dieser
neuen Busse reduzieren die Emissionen von Feinstaubpartikeln um über
90 Prozent.

Erfreulich ist, dass die Gemeinden im Winterdienst
feinstaubreduzierende Maßnahmen setzen. So wurden insbesondere die
Qualität beim Straßensplitt verbessert und Geräte zur Naßausbringung
von Streusalz angeschafft.

"Ich danke den Gemeinden und Bürgerinnen und Bürgern für ihren
aktiven Beitrag im Bemühen für eine bessere Luftqualität", sagt
Landesrat Schwärzler.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-201375, Fax: 05574/511-920196
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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