• 28.11.2011, 14:46:04
  • /
  • OTS0184 OTW0184

Mandl zur Studie über arbeitende Menschen mittleren Alters: Nicht der Arbeitswille fehlt, sondern passende Arbeitsplätze fehlen!

Neben dem Seniorenbund weist auch der ÖAAB auf die brandaktuelle Studie des deutschen "Instituts für neue soziale Antworten" hin.

Wien (OTS) - "Die deutsche Familienministerin Kristina Schröder
hat heute eine Studie des 'Instituts für neue soziale Antworten'
präsentiert. Aus dieser Studie geht hervor, dass bei Menschen
mittleren Alters nicht der Arbeitswille fehlt, sondern dass passende
Arbeitsplätze für diese Bevölkerungsgruppe fehlen. Wenn es passende
Arbeitsplätze gibt, dann sind die allermeisten Menschen dieser
Generation willens, lange Zeit im Arbeitsleben aktiv zu bleiben. Das
gilt für Deutschland. Und ich bin mir sicher, dass sich in dieser
Frage die Lage bei uns in Österreich kaum unterscheidet", erklärt
LAbg. Mag. Lukas Mandl, Generalsekretär des Arbeitnehmerinnen- und
Arbeitnehmerbundes ÖAAB in der ÖVP.

"Tatsache ist aber, dass viele Menschen, die noch gar nicht besonders
alt sind, aus dem Arbeitsleben gedrängt werden, weil sie angeblich zu
teuer wären oder weil sie angeblich nicht mithalten könnten. Das ist
aber Unsinn. Denn die Erfahrung und das erworbene Wissen älterer
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in aller Regel sehr viel
wert. Und da Menschen höheren Lebensalters manche Aufgaben eben nicht
mehr so gut erfüllen können, andere Aufgaben dafür aber umso besser,
braucht es Arbeitsplätze, deren Aufgabenfeld und deren Strukturen von
älteren Menschen ausgefüllt werden können. Hier sind neben den
Betrieben auch der Sozialminister und das Arbeitsmarktservice
gefordert", betont Mandl.

ÖAAB-Bundesobfrau BM Mag. Johanna Mikl-Leitner "hat in ihrer
Rede beim ÖAAB-Bundestag exakt den springenden Punkt getroffen".

"Die brandaktuelle Studie aus Deutschland zeigt, dass unsere
Bundesobfrau Johanna Mikl-Leitner in ihrer Rede beim Bundestag des
ÖAAB am Wochenende exakt den springenden Punkt getroffen hat: Die
Arbeitsmarkt-Politik muss dafür sorgen, dass in die Aus- und
Weiterbildung arbeitender Menschen früher investiert wird, damit
nicht bei arbeitslosen Menschen später repariert werden muss. Je nach
Beruf und Altersstufe müssen Menschen offensiv Optionen für den
möglichen weiteren Berufsweg aufgezeigt bekommen. Und sie müssen zu
angemessenen Bildungsmaßnahmen eingeladen werden. Das Prinzip der
Freiwilligkeit muss dabei selbstverständlich gewahrt bleiben. Das
Arbeitsmarktservice muss sein Tätigkeitsfeld von der Bekämpfung des
Symptoms der Arbeitslosigkeit ausweiten und an den Wurzeln anpacken -
also bei der Prävention vor der Arbeitslosigkeit ansetzen", so Mandl.

Rückfragehinweis:

ÖAAB-Generalsekretariat
   Albrecht Oppitz
   Presse
   Tel.: +43 (1) 40 141 224, Fax: +43 (1) 40 141 229
   mailto:[email protected]
   www.oeaab.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AAB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel