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OTS0134   28. Nov. 2011, 12:34

SP-Hora zu S1-Regionenring: Lückenschluss für Wien alternativlos

Verkehrsentlastung für Wiener Straßennetz ist belegt


Die heute, Montag, von Grünen-Verkehrssprecher
Rüdiger Maresch und einem Projektassistenten der TU Wien
präsentierten Ergebnisse zum S1-Teilstück zwischen Schwechat und
Süßenbrunn, ändern für SP-Verkehrssprecher und Gemeinderat Karlheinz
Hora inhaltlich nichts an der Notwendigkeit dieser Trasse. Wien werde
sicher keinen Planungs- und Baustopp der Asfinag befürworten.

"Für Wien ist der Lückenschluss des S1-Regionenrings und der Bau
des Lobautunnels alternativlos. Das ist die umweltfreundlichste
Variante zur Donauquerung. Der Nationalpark Donau-Auen wird dadurch
vom Umfahrungsring-Projekt in keiner Weise berührt. Die Wienerinnen
und Wiener werden froh sein, wenn es endlich mit dem Bau des
Lobautunnels losgeht und der Umfahrungsring komplettiert wird. Erst
dann kann der Durchzugsverkehr weg von der A23 und damit rund um Wien
geleitet werden", betont der SP-Verkehrssprecher.

Studien des Verkehrsressorts belegen positive Wirkung von
Umfahrungsstraßen

Der Vorwurf, die Öffi- und Parkschein-Tarife sowie der
Motorisierungsgrad seien nicht ausreichend berücksichtigt, bewertet
der SP-Gemeinderat als wenig stichhaltiges Argument: "Immerhin geht
es in erster Linie um den Transitverkehr in Nord-Süd-Richtung, der
derzeit über die A23 und damit mitten durch die Stadt rollt." Anstatt
extern neue Studien zu beauftragen, solle der
Verkehrsausschussvorsitzende auf die Kompetenz und Erfahrung im
eigenen Haus vertrauen.

So belegt beispielsweise eine Studie im Auftrag der
Magistratsabteilung 18 - Stadtentwicklung und Stadtplanung vom April
2011, dass die Eröffnung des "Autobahn-Ypsilons" bei Süßenbrunn das
städtische Straßennetz deutlich entlastet hat. "Gestärkt wird diese
Studie durch die digitalen Verkehrszählungen der Magistratsabteilung
46 - Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten, die
belegen, dass sich der Auto- und LKW-Verkehr an den nordöstlichen
Stadteinfahrten mehr als halbiert hat", so Hora. Es sei zu erwarten,
dass sich dieser Trend auch bei den Verkehrzählungen 2010 fortgesetzt
hat und damit die positive Wirkung von Umfahrungsstraßen belegt. Wenn
Ausschussvorsitzender Maresch seine "neue S1-Studie" allen
BürgerInnen zur Verfügung stellen will, soll er auch für die
Veröffentlichung der Verkehrszählstellendaten 2010 sorgen, so wie
dies auch in den Vorjahren immer der Fall war.

Der Entlastung des Wiener Straßennetzes steht allerdings eine
deutliche Mehrbelastung der A23 gegenüber. "Um die Südost-Tangente zu
entlasten, braucht es den Lückenschluss der S1", so der
SP-Gemeinderat. Zu der geäußerten Befürchtung, dass negative
Auswirkungen des Lobautunnels auf FußgängerInnen und RadfahrerInnen
geleugnet werden, merkt Hora an: "Ich gehe nicht davon aus, dass nun
Autobahnen für diese Verkehrsteilnehmergruppen geöffnet werden."

Mit SPÖ keine City-Maut in Wien

Abschließend spricht sich der SP-Verkehrssprecher für eine faire
und inhaltliche Debatte aus. "Nachdem der Koalitionspartner den
Umstieg von der Opposition in die Regierung geschafft hat und auch
öffentlich anerkennt, dass der Motorisierungsgrad in Wien schon seit
Jahren zurückgeht, wird wohl auch das apodiktische Nein der Grünen
zum Lobau-Tunnel nicht in Stein gemeißelt sein. Die Fakten sprechen
schließlich eine klare Sprache."

Ebenso klar kommentiert Hora die am Wochenende getätigte Forderung
nach einer City-Maut als mittelfristiges Ziel der Grünen: "Mit der
SPÖ wird es in Wien keine City-Maut geben."

(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0134 2011-11-28 12:34 281234 Nov 11 DS10001 0488



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