OTS0123   28. Nov. 2011, 12:21

Elektronische Gesundheitsakte (ELGA): "Österreichs Patienten haben ein Recht auf einen Qualitätsschub im Gesundheitswesen"

Patientenanwalt Bachinger fordert sofortigen Stopp der Desinformationskampagne der Ärztekammer zum Thema ELGA


Das Doppelspiel der Ärztekammerfunktionäre zum Thema
ELGA nimmt immer unerträglichere Züge an: die Ärztekammer bekennt
sich über Votum ihres Präsidenten in der Bundesgesundheitskommission
zur Umsetzung und Implementierung der elektronischen Gesundheitsakte
(ELGA); andererseits agitiert die Ärztekammer in einer
flächendeckenden Inseratenkampagne massiv gegen ELGA.

"Eine derartige Vorgangsweise lässt nur den Schluss zu: die
Interessenvertretung der Ärzte hat angesichts des kammerinternen
Wahlkampfes jeden Blick für Realität, Prioritäten im öffentlichen
Gesundheitswesen und vor allem für die Interessen der PatientInnen
verloren," betont Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger.

Sämtliche internationale Experten erkennen im verstärkten Einsatz
von e-Health eine wesentliche Verbesserung für die Patientinnen und
die Patienten in der Behandlungsqualität und der
Behand-lungssicherheit. Die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) ist
als elektronisches Abfrage- und Informationssystem eine zentrale
Anwendung von e-health, die nun rasch umgesetzt werden muß.

Der einstimmige Beschluss der Bundesgesundheitskommission vom 25.
November 2011 ist nicht nur eine Aufforderung an die Ärzte wieder an
den Verhandlungstisch zurückzukehren, sondern auch ein neuerliches
Entgegenkommen seitens Bund, Ländern und Gemeinden. "Natürlich müssen
noch die Details der Umsetzung und der Implementierung von ELGA
festgelegt werden. Bisher waren die Ärzte als eine wichtige
Schnittstelle zum Patienten immer in diese Verhandlungen nicht nur
eingebunden, sondern es wurden auch immer wieder ihre Anliegen
berücksichtigt." Daher, so der Appell von Bachinger in Richtung der
Ärzte: "Schluss mit der Desinformation der Bevölkerung und Rückkehr
zu konstruktiven Verhandlungen. Wenn die Ärzte echte Bedenken im
Bereich Sicherheit aus der Sicht der Patienten haben, so sind diese
zu diskutieren und mit Experten Lösungen zu erarbeiten."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0123 2011-11-28 12:21 281221 Nov 11 NEF0007 0305



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