• 27.11.2011, 18:19:00
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Neues Volksblatt: "Schuldenberge" (von Herbert Schicho)

Ausgabe vom 28. November 2011

Linz (OTS) - Jede Stunde wächst Österreichs Schuldenberg um eine
Million Euro. Das kann sich nicht ausgehen. Die Antwort der Regierung
vor zwei Wochen war eindeutig und wurde auch anfangs von allen
begrüßt: Die Schuldenbremse als Verfassungsgesetz ist ein erster
Schritt und zeigt, dass man es ernst meint. Doch schon beim zweiten
Schritt scheint die SPÖ zu stolpern. Denn klar ist, dass man nur
durch Strukturreformen das Schuldenwachstum einbremsen kann und die
rote Skepsis ist dabei kein guter Berater. Der Ruf nach neuen Steuern
nicht innovativ.
Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu ihrem Chef und sagen: "Damit ich
meine Schulden abbaue, möchte ich mehr Geld!" Der Chef wird den Kopf
schütteln. Wer immer eine Gehaltserhöhung möchte, sollte
grundsätzlich anders argumentieren - eine ähnliche Logik steht aber
hinter den SPÖ-Steuerplänen. Die Opposition versucht Kleingeld zu
wechseln und weist jegliche Verantwortung von sich.
Und damit bleibt die Angst, dass unsere Kindeskinder die Verfassung
ändern müssen, die Bundeshymne muss dann - auch auf Druck der
Ratingagenturen - umgedichtet werden: "Land der Schuldenberge, Land
am Zinsenstrome".

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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