- 27.11.2011, 13:44:45
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Grüne Brunner mit Tausenden AktivistInnen bei Rekord-Blockade von Castor-Transport
"Auch Österreich mitverantwortlich, sechs Prozent des Stroms aus Atomkraftwerken"
Wien (OTS) - Die Grüne Christiane Brunner hat gemeinsam mit
Global2000 an der bisher längsten Blockade des Castor-Transports auf
dem Weg ins deutsche Gorleben teilgenommen. "Tausende sind da, um
gegen die Weiterfahrt des Atommüll-Containers auf der Straße in das
Zwischenlager Gorleben zu protestieren. Noch nie konnte der
Castor-Transport so lange aufgehalten werden." Besonders erfreut
zeigt sich die Umwelt- und Anti-Atomsprecherin der Grünen über den
Zuspruch der Bevölkerung in der Region. "Die Menschen sind auf
unserer Seite. Sie fürchten sich. Denn das Zwischenlager ist nicht
für die Aufnahme weiterer 120 Tonnen Atommüll geeignet. Erhöhte
Strahlenwerte sind seit dem Sommer gemessen worden. Wir müssen
annehmen, dass es zur Überschreitung des Jahresgrenzwertes kommt."
Gorleben ist als Endlager für radioaktive Abfälle nicht geeignet. Das
Deckgebirge über dem Salzstock ist unvollständig, radioaktive Stoffe
könnten so auf lange Sicht ins Grundwasser gelangen. "Radioaktivität
macht nicht an Grenzen halt, auch deshalb unterstütze ich die
Proteste in Deutschland", erklärt Brunner. Und weiter: "Auch
Österreich ohne eigenes Atomkraftwerk ist mitverantwortlich: 6
Prozent unseres Stroms kommt aus Atomkraftwerken - selbst nach der
Fukushima-Katastrophe hat sich daran noch nichts geändert. Wir
fordern eine verantwortliche Lagerung des Atommülls - und endlich ein
Atomstrom-Importverbot für Österreich." Am Dienstag wird im
Wirtschaftsausschuss des Parlaments ein entsprechender Antrag der
Grünen behandelt. Brunner: "Ich erwarte mir von den anderen
Fraktionen ein Einlenken in dieser Frage. Nur so ist der
Anti-Atom-Konsens in Österreich mit Leben zu erfüllen."
Fotos von den Aktionen (laufende Aktualisierung)
http://www.flickr.com/photos/global2000/
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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