PVÖ-Edlinger: Schulden auch durch gerechteres Steuersystem verringern
Für sinnvolles Sparen ohne Schwächung der Wirtschaft, der Konjunktur und der Kaufkraft
Wien (OTS/SPW) - "Den Sparstift anzusetzen, um die Schulden
Österreichs zu verringern und damit die ausgezeichnete Bonität des
Landes zu sichern, ist durchaus ein möglicher Weg. Allerdings macht
Sparen allein um des Sparens willens keinen Sinn, wenn dabei
Investitionen spürbar zurückgefahren, die Konjunktur und die
Kaufkraft geschwächt werden, dadurch Arbeitsplätze in Gefahr geraten
und letztlich die Armut steigt. Zum Abbau der Schulden ist daher
neben sinnvollem Sparen auch bei den Einnahmen des Staates der Hebel
anzusetzen. So wäre ein gerechteres Steuersystem ebenfalls ein enorm
wichtiger Beitrag zur Schuldensenkung", betonte der Vorsitzende des
Wiener Pensionistenverbandes (PVÖ Wien), Bundesminister a. D. Rudolf
Edlinger, am Freitag zur Debatte über Maßnahmen zum
Staatsschuldenabbau in Österreich.
Edlinger sprach sich für die "Einführung einer
Vermögenssubstanzsteuer für Wohlhabende, eine
Finanztransaktionssteuer und die intensivere Eintreibung der in Summe
enormen Steuerschulden in Milliardenhöhe" aus. Zudem sei für ihn, so
der Pensionistenvertreter weiter, auch eine Abgabe auf
Umwidmungsgewinne sowie auch der von Teilen der ÖVP angeregte
Solidarbeitrag in Form der Erhöhung des Spitzensteuersatzes für
Bestverdienende durchaus begrüßenswert. Edlinger: "Was bei sämtlichen
Maßnahmen allerdings nicht geschehen darf, ist, dass die ohnehin
finanziell Schwächsten der Gesellschaft, darunter viele
Pensionistinnen und Pensionisten, neuerlich zur Kasse gebeten werden
und die Zeche für die Krise bezahlen, die sie in keiner Weise
verursacht haben", schloss Edlinger. (Schluss)














