- 25.11.2011, 13:29:35
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Bundesgesundheitskommission setzt Meilenstein in der Brust-krebs-Früherkennung für Österreichs Frauen
Neues Programm bringt ab 2013 mehr Qualität und bundesweites Einladungssystem
Wien (OTS) - "Mit diesem Programm werden für Österreichs Frauen
nicht nur ein Meilenstein in der Früherkennung von Brustkrebs sondern
auch gänzlich neue Maßstäbe in der Qualitätssicherung bei
Mammographien gesetzt. Die Sozialversicherung und ihre
Vertrags-partner - das Bundesgremium der RadiologenInnen in der
österreichischen Ärztekammer - haben damit einen Durchbruch erzielt,
die langen Verhandlungen haben sich rentiert." Mit diesen Worten
kommentiert Manfred Brunner, Verhandlungsleiter des Hauptverbandes
der Sozialversicherungsträger und Obmann der Vorarlberger
Gebietskrankenkasse, die heute, Freitag, erfolgte einstimmige
Beschlussfassung der Bundesgesundheitskommission zum neuen
Brustkrebsfrüherkennungsprogramm.
Brustkrebs ist mit fast 30 Prozent die am häufigsten vorkommende
Krebserkrankung bei Frauen. Pro Jahr erkranken etwa 4.900 Frauen,
1.500 sterben daran. Aus diesem Grund hat sich die soziale
Krankenversicherung neben vielen anderen Organisationen schon seit
Jahren für die Früherkennung dieser tückischen Krankheit engagiert.
Denn je früher Brust-krebs erkannt wird, desto besser sind die
Heilungs- und Überlebenschancen.
Mit dem Beschluss der Bundesgesundheitskommission wird es damit in
Österreich ab 2013 erstmals eine flächendeckende und zielgerichtete
Früherkennungsstrategie für Frauen zwischen 45 und 69 Jahren geben.
Denn gerade in dieser Altersgruppe sind bisher viel zu wenige Frauen
zur Brustkrebs-Früherkennung gegangen. Brunner: "Aus vielen
wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass das Brustkrebsrisiko ab
45 Jahren deutlich ansteigt. Hier gilt es daher regelmäßig und
qualitätsgesichert Frauen zu untersuchen, um Brustkrebs früh zu
erkennen und unnötiges Leid sowie unnötige Todesfälle zu vermeiden."
Ein österreichweites Einladesystem wird ab dem Frühjahr 2013 alle
Frauen zwischen 45 und 69 Jahren alle zwei Jahre zu einer
Mammographie einladen. Jüngere Frauen ab 40 Jahren und ältere Frauen
bis 75 Jahren können sich auf eigenen Wunsch in das Programm
einschreiben.
Das Einladesystem soll einen niederschwelligen, unkomplizierten
und möglichst wohnortnahen Zugang ohne ärztliche Zuweisung
ermöglichen und gleichzeitig die Frauen regelmäßig an die
Untersuchung erinnern. Eine zentrale Neuerung des Programms ist eine
konsequente und laufende Qualitätssicherung aller ab Programmstart
durchgeführten Brustkrebsuntersuchungen. Die durchgeführten
Mammographien werden künftig von zwei Radiologen unabhängig
voneinander im Sinne des "Vier Augen-Prinzips" befundet, um
falsch-positive und falsch-negative Befunde zu vermeiden.
Das nationale Brustkrebs-Früherkennungs-Programm wird im Jahr 2012
gemeinsam mit den Ärzten implementiert und von Bund, Ländern und
Sozialversicherung gemeinsam finanziert. Die bestehenden
Pilotprojekte in den Bundesländern laufen bis zum Start des neuen
Programms weiter.
Damit das Programm möglichst bei allen Frauen in Österreich
bekannt wird, hat der Hauptverband der österr.
Sozialversicherungsträger einen Informationsfolder gestaltet. Er
bietet übersichtlich die wichtigsten Informationen und Vorteile. Der
Folder steht im Internet unter
www.hauptverband.at/brustkrebsfrueherkennung
kostenlos zum Download bereit.
Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt
aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die
Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der
solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.
Rückfragehinweis:
Dieter Holzweber Pressesprecher Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger Kundmanngasse 21, 1031 Wien Tel.: 01-711 32-1122 DW e-mail: [email protected]
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