- 25.11.2011, 12:16:20
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Respektvoller Umgang als Voraussetzung für gutes Lernklima
LR Stemer: "Weder Rohrstockpädagogik noch Wegschauen ist eine Lösung"
Bregenz (OTS/VLK) - Lehrerinnen und Lehrer sind heute in hohem
Maße gefordert, weil neben Fachwissen und pädagogischen Fähigkeiten
auch sehr viel Sozialkompetenz verlangt wird. "Gerade deshalb ist
eine Unterstützung der Pädagoginnen und Pädagogen unumgänglich",
unterstreicht Landesrat Siegi Stemer die Thematik und fordert vom
Bund: "Es ist an der Zeit, bindende bundesgesetzliche Vorgaben mit
klaren und verbindlichen Richtlinien als Rahmenbedingungen
anzugehen."
Es gibt wahrscheinlich keine allgemeingültigen Rezepte zur
Vermeidung von Verhaltensproblemen an Schulen, dennoch sollten
Grenzen definiert und Gemeinschaftsrichtlinien und Verhaltensregeln
erarbeitet und deren Einhaltung - in gemeinsamer Verantwortung von
Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Eltern - eingefordert
werden. "Ein auf Respekt, Achtung, Offenheit und Verantwortung
gegründetes Schulklima, das den Menschen und seine individuellen
Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt, ist die beste Vorsorge gegen
Grenzüberschreitungen und Gewalt. Darin sind sich die Fachleute
einig", so Landesrat Stemer.
Förderung von Sozialkompetenzen soll kein unerreichbares Ideal sein
Den Schulen kommt auf Grund der gesellschaftlichen Entwicklung
zunehmend die Aufgabe zu, die Sozialkompetenz von Kindern und jungen
Menschen zu prägen. Eine Anforderung, die weit über das traditionelle
Verständnis des Lehrberufs als reine Wissensvermittlung hinausreicht.
An Vorarlbergs Schulen werden laufend Projekte zum sozialen Lernen
und zur Gewaltprävention durchgeführt, um Sozialkompetenzen zu
fördern und vorhandene soziale Lerndefizite aufzuholen.
Ein förderliches Schul- und Klassenklima ist wichtig für eine
Schule, die Lern- und Lebensraum sein will. Dazu braucht es aber
Rahmenbedingungen, die allen Kindern ein angst- und stressfreies
Lernen ermöglichen. So wie jedes Fußballspiel Regeln unterworfen ist
und beim Verstoß ein Spieler die gelbe bzw. rote Karte erhält, muss
es auch in der Schule verbindliche Richtlinien für ein faires
Miteinander geben. Landesrat Stemer unterstreicht die große Bedeutung
von Kooperation und Zusammenarbeit, wenn es um die Erarbeitung von
Lösungsprozessen bei Grenzüberschreitungen und Gewalt geht: "Meiner
Erfahrung nach ändert sich die Situation rasch zum Besseren, wenn
alle Beteiligten am Erstellen von Regeln mitarbeiten."
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