- 25.11.2011, 10:46:10
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Moosbrugger: Milchmarkt-Regeln der EU-Markt-Realität anpassen
Überschussabgabe und Quotenpreise schwächen österreichische Milchbauern
Wien (OTS) - "Auch wenn das EU-Milchquotensystem 2015 ausläuft,
müssen rasch einige Regeln den heutigen EU-Marktgegebenheiten
angepasst werden, um unsere Milchbauern für die verbleibende Zeit bis
zum Quotenende nicht weiter mit hohen Quotenkosten und Superabgaben
in Millionenhöhe zu belasten. Vielmehr brauchen sie jetzt alle
Möglichkeiten, sich entsprechend für die Zeit nach dem Ende der
Quoten vorzubereiten und ihre Betriebe wettbewerbsfähig zu machen.
Daher verlangt der Milchausschuss der Landwirtschaftskammer
Österreich, dass die bisherige österreichische Position zur
Marktsteuerung neu überdacht wird. Gerade weil sich derzeit zeigt,
dass ein robuster Milchmarkt unsere spezifische Qualität verlangt und
verträgt, müssen Stellschrauben des auslaufenden Systems angepasst
werden", erklärte heute Josef Moosbrugger, Ausschuss-Vorsitzender und
Präsident der LK Vorarlberg.
Konkrete Forderungen
Konkret verlangt der LK-Milchausschuss, um den steigenden
Quotenpreisen entgegenzuwirken, die Abschaffung der Fettkorrektur und
eine EU-weite Saldierung von Überlieferungen und Unterlieferungen.
Auch die Handelbarkeit der Quoten gehört in den Prüfungsumfang.
Moosbrugger dazu: "In den vergangenen Jahren wurde die Milchquote der
EU nicht mehr ausgeschöpft. Zuletzt lag der Ausnutzungsgrad der
EU-Quote unter 95%. Die Europäische Kommission zeigte sich jedoch
bisher nicht bereit, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden." Der
nächste Evaluierungsbericht zum Quotenausstieg ist für Ende 2012
vorgesehen.
Milchmarkt: Uneinheitliche Anlieferungsentwicklung
Den Milchmarkt kennzeichnen derzeit positive Marktdaten, die von
Entwicklungen auf dem Weltmarkt getragen werden. Aktuelle Zahlen über
die Entwicklung der Milchanlieferung zeigen, dass Österreichs
Milchbauern die Liefermenge gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern
konnten. In den ersten sechs Monaten des laufenden
Zwölfmonatszeitraumes lag die Anlieferung um mehr als 4% über dem
Vorjahresniveau. Sollte sich dieser Trend allerdings bis zum Ende des
Milchwirtschaftsjahres fortsetzen, wird sich Österreich erneut in den
kleinen Kreis jener Mitgliedsstaaten einreihen, die ihre nationale
Quote überliefern, während gleichzeitig die Milchproduktion in
Mittel- und Osteuropa sogar in zweistelligen Raten schrumpft. "Hier
braucht es rasch eine vernünftige Korrektur", forderte
Ausschussobmann Moosbrugger.
"An der Abschaffung des EU-Quotensystems wird nicht mehr gerüttelt
werden. Daher wollen sich die Milchbauern in Österreich bereits heute
betrieblich stärken, um mit den kommenden Rahmenbedingungen nach 2015
optimal zurechtzukommen", so Moosbrugger.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel +43/1/53441-8521, Fax +43/1/53441-8519,
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