• 25.11.2011, 10:36:55
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Feinstaub: Studie bestätigt Vorbildrolle der Wiener Stadtwerke

Kraftwerke und Müllverbrennungsanlagen emittieren nur 0,025 Prozent der Feinstaubbelastung Wiens - Gut ausgebautes Öffi-Netz reduziert CO2-Emissionen ebenso wie Fernwärme und Co.

Wien (OTS) - Eine von der TU Wien erstellte Studie bestätigt die
Anstrengungen der Wiener Stadtwerke, in der Bundeshauptstadt für
saubere Luft zu sorgen. Die Messungen ergaben, dass die untersuchten
Anlagen von Wien Energie und Wien Energie Fernwärme insgesamt nur
0,025 Prozent des Gesamtanteils der Feinstaubbelastung Wiens
verursachen. Die Umstellung von Kohleheizungen auf Fernwärme und Gas
in bestehenden und neuen Stadtgebieten tragen zur Luftgüte der Stadt
ebenso bei wie der Ausbau des Öffi-Netzes. Ein Weg, den die Wiener
Stadtwerke konsequent weitergehen werden, wie Generaldirektorin
Gabriele Payr am Freitag bestätigte: "Die Luftqualität spielt wie
schon in den letzten Jahren bei all unseren Investitionen, vom Bau
neuer Anlagen bis zur Umstellung der Fuhrparks auf emissionsarme
Fahrzeuge, eine enorm wichtige Rolle."

Der Anfang 2011 vorgelegte Schlussbericht der Technischen Universität
Wien beschäftigte sich mit der Feinstaub-Emission wichtiger Wien
Energie-Anlagen wie den Müllverbrennungsanlagen Flötzersteig oder
Spittelau. Die gemessenen Werte lagen je nach Anlage bei unter einem
bis maximal vier Prozent der jeweils geltenden Grenzwerte. Damit sind
die Wiener Stadtwerke-Anlagen nur für gerade ein Viertel Promille
(0,025%) des Gesamtanteils der Feinstaubbelastung Wiens
verantwortlich. Hauptverursacher ist laut Studie der motorisierte
Verkehr. Generaldirektorin Payr: "Um sowohl die Belastung mit
Feinstaub als auch die Emission von klimaschädlichem CO2 weiter zu
reduzieren, müssen wir den Wienerinnen und Wienern den Umstieg vom
Auto auf ökonomisch und ökologisch vorteilhaftere Verkehrsmittel wie
Öffis oder Fahrräder erleichtern. Das wollen wir durch die Einbettung
des öffentlichen Verkehrs in ein Gesamtverkehrssystem, durch
fußgänger- und radfahrfreundliche Wege und durch neue
Mobilitätsformen schaffen."

Der Beitrag der Wiener Stadtwerke für saubere Luft liegt in der
ständigen Verbesserung der Abgasreinigung von Kraftwerken, in der
Umstellung von Kohleheizungen auf Fernwärme ebenso wie auch im Ausbau
des öffentlichen Nahverkehrsnetzes. Trotz beachtlicher Erfolge in der
Luftreinhaltung gibt es immer noch zwei Schadstoffgruppen, die die
Qualität der Außenluft in Wien beeinträchtigen: Feinstaub und
Stickoxide. Diese Emissionen entstehen im Wesentlichen durch
Verbrennungsprozesse, insbesondere im Verkehr, bei der Raumheizung
und in Kraftwerken.

In den letzten 25 Jahren wurden alle kalorischen Kraftwerke in Wien
mit ausgeklügelter Filtertechnik ausgestattet. Seither ist der
Ausstoß an Schwefeldioxid um 99 Prozent und an Stickoxiden um 87
Prozent gesunken. Die Fahrzeugflotte der Wien Energie besteht zu
weiten Teilen aus Erdgasautos, mehr als 450 solcher Fahrzeuge sind im
Großraum Wien unterwegs. Um den Energieverbrauch der Haushalte zu
senken und Emissionen einzusparen, wird etwa mit der
Gas-Gerätetauschaktion der Umstieg auf moderne Erdgasheizungen wie
die Brennwerttechnik gefördert.

Durch den kontinuierlichen Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und
Verkehrsmittelangebotes tragen die Wiener Stadtwerke erheblich zur
Begrenzung dieses Problems bei. Schon heute vermeidet allein das
U-Bahn-Netz mehr als 22 Prozent des Pkw-Verkehrs - was rechnerisch
eine Entlastung um 50 Tonnen Feinstaub und 453 Tonnen Stickoxide
bedeutet. Bereits 36 Prozent aller Wege in Wien werden mit
öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, bis 2020 sollen es sogar
40 Prozent sein. Auf der anderen Seite sind die Öffis selbst auch
Emittenten von Luftschadstoffen. Allerdings tragen der hohe Anteil an
Elektromobilität (alle Schienenfahrzeuge) und der Einsatz
emissionsarmer Fahrzeuge wesentlich zu der vorteilhaften Bilanz
bezüglich Energieeffizienz und Luftreinhaltung, insbesondere im
Hinblick auf Feinstaub, bei.

Die klimafreundliche "Smart City Vienna" der Zukunft

Mittel- bis langfristig positiv werden sich die Anstrengungen der
Stadtwerke im Bereich Neue Mobilität auswirken. Die Stadt Wien
startete gemeinsam mit den Wiener Stadtwerken die Initiative "Smart
City Vienna". Die Initiative soll Wien den Weg zur klimafreundlichen,
zukunftsfähigen Stadt ebnen. Ein zentrales Element dabei ist die
Erweiterung des städtischen Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln
um neue, zukunftsfähige Mobilitätsformen. Schließlich verursacht der
Verkehr 25 Prozent der CO2-Emissionen in Wien, immer mehr Lärm und
Luftverschmutzung, einen hohen Flächenbedarf und bedeutende
Infrastrukturkosten. Das erste Modellprojekt im Verkehrsbereich ist
bereits gestartet. Mit "e-mobility on demand", einem vom Klima- und
Energiefonds geförderten Projekt, soll ein zukunftsfähiges, urbanes
Mobilitätskonzept für den Großraum Wien entwickelt werden.

Die Feinstaub-Studie der TU Wien steht unter
http://www.wienerstadtwerke.at zum Download bereit.

Rückfragehinweis:

Wiener Stadtwerke Holding AG
   Mag. Thomas Geiblinger
   Konzernpressesprecher
   Tel.: +43 (01) 53 123 / 73953
   mailto:[email protected]
   http://www.wienerstadtwerke.at

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