AK: Bleihaltige Schrotmunition für die Jagd endlich ganz verbieten!

Wien (OTS) - Weg mit der bleihaltigen Schrotmunition, verlangt die AK vom Umweltministerium. Laut Meldungen durch das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel wurden kürzlich in Deutschland bleibelastete Hasenkeulen aus Österreich vom Markt genommen. "Bleimunition wird für die Wasservogeljagd bei uns ab Mitte 2012 verboten. Das ist ein erster Schritt dem rasch weitere folgen müssen für die Jagd auf Niederwild wie Hasen und Fasane", sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. "Immerhin ist Blei ein giftiges Schwermetall, das bei einer dauerhaft hohen Belastung gesundheitsgefährdend sein kann."

"So senkt Blei bei einer dauerhaft hohen Belastung die Bildung des roten Blutfarbstoffs und vermindert die Lebensdauer der roten Blutkörperchen", betont Schöffl. "Es kann auch beispielsweise zu Magenerkrankungen, Nierenstörungen oder Kopfschmerzen kommen. Blei ist aber auch problematisch für die Umwelt."

In einigen anderen europäischen Ländern, beispielsweise Dänemark oder Niederlande, ist bleihaltige Schrotmunition für die Jagd verboten. "Was in anderen Ländern geht, muss auch in Österreich möglich sein", erklärt Schöffl.

Niederwild wird in Österreich immer noch mit Schrot geschossen, obwohl es bereits Alternativen dazu gäbe. "Daraus resultieren Bleibelastungen im Wildfleisch. Das müsste nicht sein", so Schöffl. Bereits eine AK Untersuchung aus 2010 zeigte zu hohe Bleiwerte bei drei von zwölf Proben von Wildhasen und Wildgeflügel mit Einschusskanal auf. Der Richtwert wurde damals um das 5.000-fache überschritten. "Wenn Bleischrotmunition im Fleisch auf Knochen trifft und zersplittert, wird sie mitgegessen", sagt Schöffl. "Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung stellte in einer jüngst veröffentlichten Bewertung fest, dass durch die bleihältige Schrotmunition gesundheitliche Probleme auftreten können."

So können sich KonsumentInnen schützen: "Schneiden Sie sicherheitshalber das Fleisch rund um den Schusskanal gut aus, um zumindest das Risiko zu minimieren", rät Schöffl.

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