Stichworte: Arbeiterkammer, Jagd, Schrotmunition, Tiere Channel: Chronik
OTS0062   25. Nov. 2011, 10:06

AK: Bleihaltige Schrotmunition für die Jagd endlich ganz verbieten!


Weg mit der bleihaltigen Schrotmunition, verlangt die
AK vom Umweltministerium. Laut Meldungen durch das
EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel wurden kürzlich in
Deutschland bleibelastete Hasenkeulen aus Österreich vom Markt
genommen. "Bleimunition wird für die Wasservogeljagd bei uns ab Mitte
2012 verboten. Das ist ein erster Schritt dem rasch weitere folgen
müssen für die Jagd auf Niederwild wie Hasen und Fasane", sagt AK
Konsumentenschützer Heinz Schöffl. "Immerhin ist Blei ein giftiges
Schwermetall, das bei einer dauerhaft hohen Belastung
gesundheitsgefährdend sein kann."

"So senkt Blei bei einer dauerhaft hohen Belastung die Bildung des
roten Blutfarbstoffs und vermindert die Lebensdauer der roten
Blutkörperchen", betont Schöffl. "Es kann auch beispielsweise zu
Magenerkrankungen, Nierenstörungen oder Kopfschmerzen kommen. Blei
ist aber auch problematisch für die Umwelt."

In einigen anderen europäischen Ländern, beispielsweise Dänemark
oder Niederlande, ist bleihaltige Schrotmunition für die Jagd
verboten. "Was in anderen Ländern geht, muss auch in Österreich
möglich sein", erklärt Schöffl.

Niederwild wird in Österreich immer noch mit Schrot geschossen,
obwohl es bereits Alternativen dazu gäbe. "Daraus resultieren
Bleibelastungen im Wildfleisch. Das müsste nicht sein", so Schöffl.
Bereits eine AK Untersuchung aus 2010 zeigte zu hohe Bleiwerte bei
drei von zwölf Proben von Wildhasen und Wildgeflügel mit
Einschusskanal auf. Der Richtwert wurde damals um das 5.000-fache
überschritten. "Wenn Bleischrotmunition im Fleisch auf Knochen trifft
und zersplittert, wird sie mitgegessen", sagt Schöffl. "Auch das
deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung stellte in einer jüngst
veröffentlichten Bewertung fest, dass durch die bleihältige
Schrotmunition gesundheitliche Probleme auftreten können."

So können sich KonsumentInnen schützen: "Schneiden Sie
sicherheitshalber das Fleisch rund um den Schusskanal gut aus, um
zumindest das Risiko zu minimieren", rät Schöffl.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0062 2011-11-25 10:06 251006 Nov 11 AKW0001 0296



Arbeiterkammer Wien Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677,
mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

Aussendungen von Arbeiterkammer Wien abonnieren: als RSS-Feed per Mail

Geokoordinaten:


Errechnete Personen: