- 24.11.2011, 13:55:15
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Hundstorfer: Österreich bei Arbeitsmarktintegration auf dem richtigen Weg
Wien (OTS/SK) - Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat
heute, Donnerstag, gemeinsam mit dem stellvertretenden OECD-Direktor
Stefana Scarpetta den OECD-Länderbericht zum Thema
"Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten und deren
Kindern" vorgestellt. "Der Bericht bestätigt: Österreich ist in
Sachen Arbeitsmarktintegration auf dem richtigen Weg, es gibt aber
auch Aufholbedarf", sagte Hundstorfer. Die Eingliederung in den
Arbeitsmarkt sei der Schlüsselfaktor für erfolgreiche Integration,
betonte der Sozialminister. Hier müsse es noch gezieltere
Fördermaßnahmen geben. Einige Neuerungen wie das Jugend-Coaching
seien aber bereits auf den Weg gebracht, so Hundstorfer.
"Österreich ist und bleibt ein Zuwanderungsland. Mehr als 18 Prozent
der Bevölkerung in Österreich haben einen Migrationshintergrund,
verdeutlichte Hundstorfer und betonte: "Angesichts der demografischen
Entwicklung brauchen wir auch weiterhin Zuwanderung." Wichtig sei,
dass Personen mit Migrationshintergrund erfolgreich in den
Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Denn "Zuwanderung erhöht die
Arbeitslosigkeit von Österreichern nachweislich nicht", das bestätige
der OECD-Bericht ebenfalls, unterstrich Hundstorfer in diesem
Zusammenhang.
Insgesamt stehe Österreich im EU-Vergleich sehr gut da. Bei der
Arbeitsmarktintegration müsse es aber zu zusätzlichen Anstrengungen
kommen, so die Empfehlung der OECD. Denn Menschen mit
Migrationshintergrund sind in Österreich wesentlich häufiger von
Arbeitslosigkeit betroffen, 32 Prozent der AMS-Vorgemerkten gehören
dieser Gruppe an. "Und sie arbeiten drei mal so häufig unter ihrem
Qualifikationsniveau", stellte der Minister fest.
Um die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Migrationshintergrund
zu verbessern, seien "die gemeinsame Anstrengungen aller Ressorts"
notwendig, denn Integration sei eine "Querschnittsmaterie", betonte
Hundstorfer. Eine Vielzahl an Maßnahmen sei bereits auf den Weg
gebracht, die im Bericht noch keine Berücksichtigung finden konnten.
So gibt es nun erstmals eine Erhebung des Migrationshintergrundes
beim AMS, womit eine wichtige Informationslücke geschlossen wird.
Dadurch können Fördermaßnahmen in Zukunft gezielter angeboten werden.
Eine weitere Maßnahme, um besonders jugendliche Migranten besser zu
begleiten, ist das sogenannte "Jugend-Coaching", bei dem ein Coach
Jugendliche direkt an der Schule über ihre Möglichkeiten zur
Berufsausbildung informiert. Da ein überdurchschnittlich großer Teil
der inhomogenen Gruppe der Migranten Akademiker sind, sollen künftig
außerdem vereinfachte formale Regelungen die Anerkennung
ausländischer Bildungsabschlüsse verbessern. Das Sozialministerium
hat darüber hinaus vor Kurzem gemeinsam mit dem Innen- und
Außenministerium eine Online-Plattform ins Leben gerufen, die
wertvolle Informationen speziell für Migranten bereit stellt.
Wichtig sei jedenfalls, dass "Österreich auch weiterhin ein offenes
Land bleibt", das mit entsprechenden Maßnahmen für die erfolgreiche
Integration von Migranten sorgt. "Dieser Herausforderungen werden wir
uns stellen", bekräftige der Arbeitsminister. (Schluss) sc/pep
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