• 24.11.2011, 13:00:14
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Wiener Landtag - Berger-Krotsch/Vana: "Wien schafft Einkommenstransparenz"

Novelle des Wiener Gleichbehandlungsgesetzes soll Einkommensschere im öffentlichen Dienst schließen

Wien (OTS/SPW-K) - "Mit der - anonymisierten und nach
Berufsfeldern gegliederten - Veröffentlichung der Gehälter der rund
65.000 Bediensteten setzt die Stadt Wien einen wichtigen Schritt zu
mehr Transparenz und zu mehr Gerechtigkeit", hielten
SP-Landtagsabgeordnete Nicole Berger-Krotsch und die Grüne
Landtagsabgeordnete Monika Vana im heutigen Wiener Landtag fest.
Zusätzlich werde es ab 2012 einen jährlichen "Bericht zur
Einkommenstransparenz" für die Bediensteten der Gemeinde Wien geben.

"Als gesetzliche Grundlage wollen wir heute eine Novelle zum Wiener
Gleichbehandlungsgesetz beschließen", so Berger-Krotsch. Transparenz
bei den Einkommen könne zwar nicht direkt für eine Gleichstellung der
Gehälter sorgen, spiele aber eine wesentliche Rolle, indem sie
bestehende Benachteiligungen sichtbar und dadurch das Setzen
konkreter Maßnahmen für mehr Einkommensgerechtigkeit möglich mache,
unterstrich die SP-Abgeordnete.

Auch die Arbeitsmarktsprecherin der Grünen Wien Monika Vana sieht in
der Novelle einen wichtigen Schritt: "Auch im öffentlichen Dienst
gibt es Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen, wenn auch
in geringerem Ausmaß als in der Privatwirtschaft. Ziel des
Einkommensberichts ist das Schließen der Einkommensschere durch die
Entwicklung gegensteuernder Maßnahmen, sowie das Aufzeigen von
Benachteiligungen beim Einkommen, etwa durch Teilzeitarbeit."

Konkret heißt es in der Novelle, die heute dem Wiener Landtag zur
Beschlussfassung vorgelegt wird: "Nach wie vor verdienen
österreichweit erwerbstätige Frauen deutlich weniger als
erwerbstätige Männer, wobei dieser Einkommensunterschied nur zum Teil
durch unterschiedliche berufliche Merkmale von Frauen und Männern
erklärt werden kann. Um Gehaltsunterschiede zwischen weiblichen und
männlichen Bediensteten aufzuzeigen und gegensteuernde Maßnahmen
ergreifen zu können, soll für den Bereich der Bediensteten der
Gemeinde Wien die Gehälter-Transparenz erhöht und ein jährlicher
Einkommensbericht erstellt werden."

Der Einkommensbericht soll jährlich bis zum 1. Oktober vorliegen. Er
soll die Zahl von Frauen und Männern in den einzelnen Berufsfeldern
ausweisen sowie das Median- und Durchschnittseinkommen von Frauen und
Männern in den einzelnen Berufen auflisten.

Abschließend betonten die Landtagsabgeordneten, dass die Stadt Wien
diesen Weg freiwillig gehe. Öffentliche Einrichtungen seien von der
seit heurigen März im Bundesgleichbehandlungsgesetz verankerten
Verpflichtung zur Einkommenstransparenz nicht erfasst. "Wir haben uns
daher zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung entschlossen. Die
Stadt Wien will als größte Arbeitgeberin Wiens Vorbild bei
Chancengleichheit und Einkommensgerechtigkeit sein", so
Berger-Krotsch und Vana unisono. (Schluss) lok

Rückfragehinweis:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
   Mag. Louis Kraft
   Tel.: (01) 4000-81 943
   mailto:[email protected]
   www.rathausklub.spoe.at
   
   Die Grünen Wien Rathausklub, Pressereferat
   Mag.a Katja Svejkovsky
   Tel.: 01/ 4000/ 81814
   Handy: 0664/221 72 62
   E-Mail: [email protected]

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