• 24.11.2011, 10:27:27
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Hotelmarkt in Linz: Druck auf Zimmerpreise steigt

Linz (TP/OTS) - Der Wandel von der Industrie- zur Kulturhauptstadt
lässt Linz in neuem Glanz erstrahlen - wirtschaftlich genutzt wird
das aufpolierte Image aber nicht. Wirtschaftskrise, Bettenwachstum
und Finanzierungsregeln gingen an der Linzer Hotellerie nicht spurlos
vorüber. Neue Konzepte werden dringend benötigt.

Die Zahl der Linzer Hotels stieg von 35 im Jahr 2002 auf 51 im
Jahr 2010 - ein Plus von rund 46 %. Das Zimmerangebot nahm ähnlich
stark zu: von 1.900 auf 2.800. Bis 2013 prognostiziert eine aktuelle
Studie von Christie + Co eine Seitwärtsbewegung bei den
Zimmerpreisen. Vor allem Hotels mit Wettbewerbsnachteilen werden den
bestehenden Preisdruck verstärkt spüren. "Der Ausblick ist kritisch.
Wir brauchen dringend neue Konzepte", erklärt ÖHV-Präsident Peter
Peer. Ein maßgeblicher Grund für die prekäre Situation der Linzer
Hotellerie sei der Bettenboom der vergangenen Jahre, der auf der
optimistischen Grundstimmung von Linz09 aufbaute. "Hier wurde zu
kurzsichtig gedacht, die fehlende Nachhaltigkeit nicht rechtzeitig
erkannt." Analysen wie jene von Christie + Co zeigen derartige
Fehlentwicklungen zwar auf, Konzepte und Lösungen müssen jedoch erst
erarbeitet werden. "Hier sind klar die Tourismusverantwortlichen am
Zug, Konzepte mit klaren Zielvorgaben zu entwickeln, um die Linzer
Hoteliers bei der Vermarktung ihrer Betten zu unterstützen."

Denn mangelnde Professionalität kann man den Linzer Hoteliers
nicht vorwerfen, dies zeigt nicht zuletzt eine ganze Reihe von
gewonnenen Preisen, vom Staatspreis Design für die Lichtinstallation
im Hotel am Domplatz bis zum ÖGZ Sterne Award für Harry's Home Linz.
"Um diese Professionalität wirtschaftlich umsetzen zu können, müssen
die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden", so Peer. "Was
der Wien-Tourismus für den Wiener Markt erreicht hat, könnte durchaus
auch in Linz Anwendung finden. Klar formulierte Ziele und deren
Umsetzung innerhalb der nächsten fünf Jahre sind die Aufgabenstellung
an den Linz-Tourismus, aber auch an die politisch Verantwortlichen,
um Betriebe nicht in Existenznot zu bringen".

Hoffnungsschimmer Air Berlin und Kultur-Angebot

Als Hoffnungsschimmer könnte die seit dem vergangenen Sommer von
Air Berlin eingerichteten fünf Direktverbindungen pro Woche zwischen
Berlin und Linz angesehen werden. Der Großteil dieser Passagiere
sind neue Gäste, die ohne Direktflug gar nicht erst gekommen wären.
Hier könnte angesetzt und das umfangreiche Kunst- und Kulturangebot
von Landesausstellungen über Klangwolke bis hin zur Ars Electronica
intensiv beworben und vermarktet werden. "Das Geschäftsreisesegment
ist unbestritten ein wichtiges Standbein für Linz. Doch um am Markt
auch in Krisenzeiten bestehen zu können, braucht es deren mehrere -
und Kultur bietet sich in Linz seit 2009 an", so Peer.

Die aktuelle Studie von Christie+Co zum Hotelmarkt Linz finden Sie
hier: http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv47

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe - davon 85 in Oberösterreich - nutzen operative
Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren
Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten -
das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis
5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern
erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd.
Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als
Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte
Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
http://www.oehv.at/presse

Rückfragehinweis:
Peter Peer, ÖHV-Präsident
ImpulsHotel - Hotelentwicklung und Beratung
Tel.: +43 (0)1 889 80 25
[email protected]

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