• 23.11.2011, 17:55:25
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Moderne Biomasse-Kessel reduzieren Feinstaub

Heizölkosten explodieren: 1 Euro-Marke geknackt

Wien (OTS) - Ein Drittel der Feinstaubemissionen wird durch den
Hausbrand verursacht. Besonders alte Heizsysteme sind hier ein
Problem. Die Feinstaub-Experten der TU-Graz haben nachgewiesen, dass
veraltete "Allesbrenner" bis zu hundertfach mehr Feinstaub emittieren
als moderne hocheffiziente Biomasse-Kessel. "Die Erneuerung des
Altbestandes von Biomasse-Kesseln ist eine äußerst effiziente
Methode, um die Feinstaubbelastung schnell und einfach zu senken,
ohne auf eine erneuerbare, versorgungssichere und vor allem leistbare
Wärmeversorgung verzichten zu müssen", erklärt Dr. Horst Jauschnegg,
Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes. 140.000
Holz-Heizungen sind älter als 15 Jahre. Moderne österreichische
Biomasse-Kessel erfüllen alle gesetzliche Emissionsanforderungen, die
heute weltweit zu den strengsten zählen, und können im Gegensatz zu
ihren mit Öl, Gas und Kohle betriebenen Konkurrenten auf einen
CO2-neutralen und nachhaltig produzierten Brennstoff zurückgreifen.
"Die fossile Wärmeversorgung ist ein klarer Angriff auf den
Lebensstandard unserer Bevölkerung, auf die Versorgungssicherheit mit
Energie und nicht zuletzt auch auf unser Ökosystem."

Heizkostenzuschüsse mehr als verdoppelt

Laut aktuellen Preismeldungen wurde beim Heizölpreis die 1
Euro-Marke überschritten. Die Kostenvorteile von Pellets, Stückholz
und Hackgut liegen schon seit Monaten bei weit über 50 Prozent. Durch
diesen Rohstoff-Preisvorteil amortisiert sich die höhere Investition
in einen modernen Pellets- oder Holzkessel schon nach wenigen Jahren.
Die Abhängigkeit von internationalen Öl- und Gasmärkten kommt
heimischen Haushalten heuer teuer zu stehen, denn die Ausgaben für
das "fossile" Heizen stiegen innerhalb von nur zwei Jahren um 662
Millionen Euro auf insgesamt 3,2 Milliarden. Wie dramatisch die Lage
tatsächlich ist, zeigt die Entwicklung der Heizkostenzuschüsse:
Während im Winter 2005/2006 noch 14,5 Millionen Euro ausbezahlt
wurden, waren es 2009/2010 29,3 Millonen Euro, im Winter 2007/2008
sogar knapp 34 Millionen. "Mit diesen Mitteln wird den Menschen aber
nur kurzfristig geholfen, das Heizsystem selbst bleibt fossil und
teuer. Die Gelder landen über den Brennstoffhandel direkt in fossilen
Strukturen", betont Jauschnegg.

Dass auch Erdgas keine zukunftsfähige Alternative ist, bestätigt
ein Zitat des Gazprom-Vizechefs und Generaldirektors der Tochter
"Gazprom Export" Alexander Medwedjew: "Es wird nie mehr billiges Gas
geben". Auch einen neuerlichen Streit mit der Ukraine und damit
verbundene Versorgungsengpässe in Europa schließt er im
Presse-Interview vom 16. November nicht aus.

"Der Biowärme-Einsatz kann bis 2020 noch um ein Viertel gesteigert
werden. Bis zum Ende des Jahrzehnts ist die Umstellung von mehr als
drei Viertel aller ölbeheizten Haushalte auf Biomasse möglich",
prognostiziert Jauschnegg.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Biomasse-Verband
Tel: +43-1-533 07 97-25
Fax: +43-1-533 07 97-90
E-Mail: [email protected]
Web: www.biomasseverband.at

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