- 23.11.2011, 14:21:11
- /
- OTS0276 OTW0276
Blecha: "Konsolidierung sozial gerecht bewältigen"
Blecha für schärfere Regulierung der Banken
Wien (OTS/SK) - Bei der Landeskonferenz des Pensionistenverbandes
Vorarlberg in Wolfurt sprach sich heute, Mittwoch,
Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Karl Blecha für eine
ausgewogene Gestaltung der Konsolidierung aus. Blecha: "Einerseits
sind weniger Ausgaben notwendig, andererseits Mehreinnahmen aus
vermögensbezogenen Steuern." Blecha machte klar, wie wichtig der
Erhalt der höchsten Bonitätsstufe für Österreich ist, sprach sich
aber auch klar gegen einseitige Maßnahmen aus. ****
"Wir müssen die Konsolidierung sozial gerecht bewältigen", so der
PVÖ-Präsident, der gleichzeitig vor einem "Kaputtsparen" warnte.
"Alle Beispiele zeigen uns, dass die Wirtschaften dadurch nachhaltig
geschwächt werden, Massenarbeitslosigkeit und Armut entstehen. Das
müssen wir in Österreich verhindern. Wir haben als sozialdemokratisch
geführtes Land eine vorbildhafte Tradition in der erfolgreichen
Bewältigung von Krisen. Das gelang unter Kreisky, gelang unter
Sinowatz, gelang unter Vranitzky und gelang bereits einmal unter
Faymann. Es gelang deshalb, weil wir nicht dem Diktat der Märkte
gefolgt sind", erklärte Blecha. Und weiter: "Mit Sozialabbau,
Investitions-Stopp bei Bildung und Forschung ist niemals irgendwo
eine Krise bewältigt worden."
Der Pensionistenverbands-Präsident forderte neue Spielregeln für
Banken und Spekulanten sowie für Rating-Agenturen, die in der Lage
sind, "den Daumen für Länder nach oben oder unten zu zeigen". Hier
sei die EU gefordert, den Vorschlägen aus Österreich näherzutreten.
Blecha bezeichnete die Banken als "Achillesferse in der
Schuldenkrise, die Milliarden brauchen, die wir nicht haben". Der
Pensionistenverbands-Präsident weiter: "Mit ihrer
Goldgräber-Mentalität haben sie sich auf Süd- und Osteuropa gestürzt,
Riesengewinne eingefahren, viel zu hohe Risiken übernommen, dortige
Banken zu teuer eingekauft und jetzt soll sie der Steuerzahler
retten. Wir brauchen schärfere Regulierungen der Banken, keine
Sozialisierung ihrer Verluste, Verbot riskanter Finanzprodukte,
scharfe Kontrollen der Hedgefonds, Unterbindung der Spekulation,
Finanztransaktionssteuern und Begrenzung der Managergehälter und
ihrer Bonis." (Schluss) ah/pl/mp
Rückfragehinweis: Pensionistenverband Österreichs, Andy Wohlmuth,
Tel. 01/313 72-30, [email protected]
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK






