OTS0261   23. Nov. 2011, 13:47

Stöger bei Präsentation des "Handbuchs Gesundheitspolitik": ELGA verbessert das Gesundheitssystem

ELGA bietet höchste Datensicherheit - Oberstes Ziel ist immer Qualität für Patienten


"Mein Ziel ist ein Gesundheitssystem, das sich weiterentwickelt und zukunftsfähig ist - dafür muss man auch die modernen Medien nutzen." Das betonte Gesundheitsminister Alois Stöger am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Die Reformbereitschaft des österreichischen Gesundheitssystems: Zur Zukunft von ELGA und der Spitalsreform" im Rahmen der Präsentation des "Handbuchs Gesundheitspolitik Österreich" von Silke Rudorfer und Claudia Dannhauser. Die e-Health-Strategie für Österreich werde umgesetzt, so der Minister. Dass darüber diskutiert wird, sei in einer Demokratie wichtig und notwendig. ****

"Wir richten uns im Gesundheitssystem danach aus, was die Patientinnen und Patienten brauchen. ELGA macht die Patienten autonomer", so Stöger. Jeder Arzt könne auf den Wissensstand seiner Kollegen zugreifen, das schaffe qualitative Verbesserungen und mache das Gesundheitssystem gleichzeitig effizienter. Der Gesetzesvorschlag des Gesundheitsministers sei ausgeglichen: "Der Vorschlag bietet höchste Datensicherheit und Praktikabilität, die Autonomie von Patienten wird gestärkt und die Patientensicherheit erhöht."

Beim Datenschutz sei man auf dem neuesten Stand: Die Daten bleiben dort, wo sie entstehen, nämlich beim jeweiligen Gesundheitsdiensteanbieter, und werden über gesicherte Netze miteinander verbunden. Der Zugriff auf die Daten erfolgt mit Erlaubnis des Patienten, jeder Patient kann nachvollziehen, wer wann auf seine Daten zugegriffen hat. "Das gibt es erstmals und wird die Datensicherheit massiv erhöhen", so der Minister. Jeder Patient könne auch selbst Einsicht in seine Daten nehmen.

Zur Spitalsreform sagte der Minister, dass es dabei immer um die beste Qualität für den Patienten gehe. Er habe bereits zwei große Reformen durchgeführt, nämlich die Sicherung der Finanzierung der Gebietskrankenkassen und die Stärkung der niedergelassenen Versorgung durch Ärzte GmbHs. "Jetzt geht es um die Spitäler: Schritt für Schritt soll die Behandlungsqualität für die Patientinnen und Patienten verbessert werden. Oberstes Ziel ist mehr Qualität in der Gesundheitsversorgung", erklärte Stöger. Notwendig sei dafür mehr Transparenz: Der Patient müsse wissen, welche Operation in welchem Spital wie oft tatsächlich durchgeführt wird. "Zentrales Element einer Spitalsreform ist ein bundesweit einheitliches Krankenanstaltengesetz statt bisher zehn Gesetzen", wies der Gesundheitsminister auf die Notwendigkeit von mehr Effizienz im Spitalswesen hin.

An der Podiumsdiskussion nahmen auch der Vorstandsvorsitzende des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger Hans Jörg Schelling, der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer Johannes Steinhart, Apothekerkammer-Präsident Heinrich Burggasser und Robin Rumler, Präsident der Pharmig, teil.

Das "Handbuch Gesundheitspolitik Österreich" ist das erste einer Reihe von Redaktionshandbüchern, die komplexe Politikfelder, ihre Player und Begrifflichkeiten, in komprimierter Form für Journalistinnen und Journalisten aufbereiten. Der Gesundheitsminister gratulierte zu diesem hilfreichen Nachschlagewerk, das einen guten Überblick über das Gesundheitswesen bietet. (Schluss) bj/mb

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0261 2011-11-23 13:47 231347 Nov 11 NSK0006 0435



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