• 23.11.2011, 13:25:40
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Schieder: Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist reale Auswirkung der Wirtschaftskrise

Jugendbeschäftigungsinitiativen auf EU-Ebene gefordert

Wien (OTS/SK) - "Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen
europäischen Ländern ist eine reale Auswirkung der Finanz- und
Bankenkrise von vor vier Jahren" sagte SPÖ-Finanzstaatssekretär
Andreas Schieder heute, Mittwoch, im Rahmen seiner Rede beim
Vranitzky-Kolloquium zum Thema "Jugend ohne Hoffnung" in Wien.
Österreich ist durch effiziente Gegensteuerungsmaßnahmen gut durch
die Krise gekommen, wie man an den niedrigsten Arbeitslosen- und
speziell Jugendarbeitslosenzahlen innerhalb Europas sehen kann. "Nun
ist es aber wichtig, die richtigen Schlüsse aus der Krise zu ziehen
und gemeinsam, auf europäischer Ebene, die hohe
Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen", betonte Schieder. ****

Dazu werden zusätzliche Investitionen im Bildungssektor und am
Arbeitsmarkt auf europäischer Ebene von Nöten sein, um der Jugend das
Vertrauen in die Politik wieder zurück zu geben. "Wir brauchen
Wachstum und Beschäftigung in Europa. Wir können nicht zuschauen,
wenn bis zu 48 Prozent Jugendarbeitslosigkeit herrscht", so Schieder.
Denn wie Ereignisse in Großbritannien, Spanien und Griechenland
zeigen, kann Hoffnungslosigkeit dazu führen, dass aus der
Wirtschaftskrise schnell eine tiefe soziale Krise werden kann.

Jugendarbeitslosigkeit birgt außerdem eine große Gefahr für das
integrative EU-Projekt. "Deshalb ist es an der Zeit, gemeinsam und
mit Impulsen aus Österreich die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen
und den jungen Menschen wieder Hoffnung zu geben", sagte Schieder.
Denn die heutige Jugend ist die erste Generation, von der man nicht
mehr mit Sicherheit behaupten kann, dass sie in eine bessere Zukunft
blickt, als die vorangegangene.

Im Anschluss an die einleitende Rede durch Finanzstaatssekretär
Andreas Schieder diskutierten Olivera Stajic (Ressortleiterin
"daStandard.at"), Christian Friesl (Bereichsleiter
Gesellschaftspolitik, Industriellenvereinigung), Markus Marterbauer
(Abteilungsleiter Wirtschaftswissenschaft, Arbeiterkammer Wien) und
Christoph Peschek (Lehrlingssprecher, SPÖ Wien) über mögliche neue
Perspektiven für junge Menschen in Europa. (Schluss) mis/pep

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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