Bundesheer spart rund zwei Drittel seiner Panzer ein
Bis 2014 werden 750 gepanzerte Fahrzeuge ausgesondert - Darabos: "Nur in Waffengattungen investieren, die wir tatsächlich brauchen"
Wien (OTS/BMLVS) - Bis 2014 wird das Österreichische Bundesheer
etwa zwei Drittel seiner gepanzerten Fahrzeuge einsparen. Damit wird
der aktuellen und zukünftigen Bedrohungslage Rechnung getragen. "Wir
trennen uns von kostenintensivem Gerät, das einen teuren Ballast für
das Bundesheer darstellt und das wir nicht mehr brauchen", sagte
Verteidigungsminister Norbert Darabos heute, Mittwoch, bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit Generalleutnant Freyo Apfalter. Den
Einsparungen stehen Investitionen in geschützte Mehrzweckfahrzeuge
gegenüber.
"Wir sind mehr denn je gefordert, unsere Fähigkeiten an realistische
Einsatzszenarien anzupassen", sagte Darabos. Dies bedeute im
Umkehrschluss auch, Fähigkeiten, die auf absehbare Zeit nicht
gebraucht werden, zurückzufahren. "Mein Credo als
Verteidigungsminister ist: Nur in jene Waffengattungen investieren,
die wir tatsächlich für unsere Einsätze brauchen", betonte Darabos.
Als Beispiele nannte der Minister das Mehrzweckfahrzeug IVECO LMV,
dessen Auslieferung noch 2011 beginnt. "Wir haben hier rund 105
Millionen Euro für die geschützte Mobilität unserer Truppe
investiert", sagte Darabos.
Generalleutnant Freyo Apfalter, Leiter der Sektion III
(Bereitstellung) betonte, dass es durch die Verwertung zu einer
"wesentlichen Minimierung des Betriebsaufwandes" komme. "Die
freiwerdenden Geldmittel kommen anderen Bereichen zugute", so
Apfalter. Bei Verschrottung, Verwertung und Verkauf verfolge man ein
"abgestimmtes Konzept", das allen gesetzlichen Rahmenbedingungen
entspreche. Vor allem beim Verkauf agiere man in enger Abstimmung mit
dem Außenministerium, so Apfalter.
Bis 2014 werden rund 750 von derzeit 1.150 gepanzerten Fahrzeugen des
Österreichischen Bundesheeres ausgesondert. Die Panzer werden
entweder verkauft, verschrottet oder für die Gewinnung von
Ersatzteilen verwendet. Durch die Verwertung sind bis 2014 Einnahmen
von 17 Millionen Euro zu erwarten. Bei den Betriebskosten kann, laut
Expertenschätzungen, mit mittel- und langfristigen Einsparungen von
mehr als 15 Millionen Euro jährlich gerechnet werden.
Komplett ausgesondert werden der Jagdpanzer Kürassier, der
Bergepanzer M578 der Schützenpanzer Saurer. Die Kampfpanzerflotte
Leopard II wird halbiert, von der Panzerhaubitzen M109 bleibt rund
ein Viertel bestehen. Zur Gänze im Bestand bleiben die Schützenpanzer
Ulan, der Radpanzer Pandur sowie die Masse der Berge- und
Pionierpanzer.
SERVICE: Die Heeresbild- und Filmstelle (HBF) stellt Fotos aller
Fahrzeuge zur freien Verwendung zur Verfügung:
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Mag. Stefan Hirsch,
Pressesprecher des Bundesministers
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