OTS0169   23. Nov. 2011, 11:50

Mitterlehner: Energiebilanz 2010 zeigt positive Trends, aber auch Handlungsbedarf

Im Vergleich zu 2005 Entkoppelung von Wachstum und Verbrauch erreicht - Österreich wird 2020-Ziele erreichen - Weitere Anstrengungen in Richtung Energieeffizienzgesetz und Sanierung


Für Wirtschafts- und Energieminister Reinhold
Mitterlehner zeigt die heute von der Statistik Austria
veröffentlichte Energiebilanz zahlreiche positive Trends, aber auch
weiteren Handlungsbedarf. "Der Vergleich mit dem Jahr 2005 ergibt,
dass wir bisher wie in der Energiestrategie Österreich vorgesehen die
Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch erreicht
haben. Mit rund 1.120 Petajoule liegen wir 2010 nur um 1,3 Prozent
höher als 2005, das Bruttoinlandsprodukt ist in diesem Zeitraum mit
7,3 Prozent weit stärker gewachsen", betont Mitterlehner.

"Angesichts dieser Tendenzen ist Österreich derzeit auf einem guten
Weg, die 2020-Ziele der EU und der Energiestrategie zu erreichen",
betont Mitterlehner. Demnach soll der Anteil der Erneuerbaren
Energien am Endenergieverbrauch (EU-Definition) bis zum Jahr 2020 auf
34 Prozent steigen. 2005 lag dieser Anteil in Österreich noch bei
24,9 Prozent, 2010 waren es hingegen bereits 30,8 Prozent - und das
trotz des im Vorjahr gestiegenen Energieverbrauchs aufgrund eines
BIP-Plus von 2,3 Prozent und des besonders kalten Winters sowie wegen
einer schlechten Wasserführung und damit geringerer
Wasserkraft-Stromerzeugung.

Neues Energieeffizienzgesetz und thermische Sanierung

"Jetzt geht es darum, zusätzlich zum massiven Ausbau der
Erneuerbaren Energien über das Ökostromgesetz vor allem bei der
Effizienz weitere Anstrengungen zu setzen. Daher werden wir in
Abstimmung mit der 2012 kommenden Effizienz-Richtlinie der EU und den
für diesen Bereich kompetenzrechtlich zuständigen Ländern ein neues
Energieeffizienzgesetz erarbeiten", betont Mitterlehner.

Forciert wird auch die Bundes-Förderaktion für die thermische
Sanierung. "Mit den bis 2014 jährlich verfügbaren 100 Millionen Euro
lösen wir jeweils Investitionen von über 800 Millionen Euro aus",
sagt Mitterlehner. "Gleichzeitig müssen wir bei den Konsumenten ein
stärkeres Bewusstsein für ihre Energiekosten erzeugen. Hier wird sich
künftig vor allem die Einführung von Smart Metern für Strom und Gas
bewähren", so Mitterlehner. Intensiviert wird auch der Fernwärme- und
Fernkälteausbau. Allein für 2012 stellt das Wirtschafts- und
Energieministerium neben den 20 Millionen Euro Bundesmitteln
zusätzliche 25 Millionen Euro bereit, mit denen der zügige Ausbau
gefördert werden wird.

Positiv ist auch die europäische Spitzenposition Österreichs bei
den Erneuerbaren Energien, die im Vorjahr mit 72,7 Prozent fast drei
Viertel der inländischen Energieerzeugung abgedeckt haben. Im
Vergleich zu 2005 sind die Importe nur um 0,2 Prozent gestiegen,
während die Erneuerbaren bei der inländischen Erzeugung um 33,7
Prozent zugelegt haben. Weitere starke Impulse wird hier insbesondere
das neue Ökostromgesetz setzen.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0169 2011-11-23 11:50 231150 Nov 11 MWA0002 0446



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