- 23.11.2011, 09:00:38
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Kostenbremse bei Gesundheitsausgaben
Wien (OTS) - Spitzenbeamter Auer: Nicht zehn, sondern nur ein
Krankenanstaltengesetz - Finanzierung nach Leistung - ELGA bringt
Vorteile für Patienten und Ärzte - Beseitigung von
Doppelgeleisigkeiten zwischen Spitälern und niedergelassenen Ärzten
Für einen "Ausgabendämpfungspfad", also Festlegungen für eine
Kostenbremse ohne Qualitätsverlust im Gesundheitswesen, spricht sich
Clemens Auer, der zuständige Sektionschef im Gesundheitsministerium,
aus. Ferner plädiert Auer für ein bundesweites Krankenanstaltengesetz
anstelle von 10 Gesetzen - jedes Bundesland hat derzeit ein eigenes
Gesetz. Eine sinnvolle Gesundheitsreform sollte weiters auf eine
Finanzierung nach erbrachter Leistung anstelle von unterschiedlichen
Finanzströmen und Subventionen umstellen.
Es könne auch nicht sein, so der Spitzenbeamte, dass der Bund den
Großteil der Finanzmittel aufbringt und die Länder vorrangig darüber
verfügen. Hier müsse über eine "Reallokation der Mittel" mit dem Ziel
der Kostenreduktion und der Gerechtigkeit bei der Mittelverteilung
gesprochen werden.
Diese Eckpunkte einer notwendigen Gesundheitsreform präsentierte
Sektionschef Auer im Rahmen der Vollversammlung der Ordensspitäler
Österreichs am 21. November 2011 in Wien.
Die heftig diskutierte elektronische Plattform ELGA, in der die
medizinischen Daten der PatientInnen zusammengeführt werden, sollte
laut Clemens Auer möglichst bald eingeführt werden. "Mehr Wissen über
die Patienten schadet nicht, sondern nützt diesen und den Behandlern"
- sofern Datensicherheit und Zustimmung der Patienten gegeben sind,
so Auer.
Besonderer Steuerungsbedarf besteht laut Auer beim Ausgleich
zwischen der stationären und der ambulanten Ebene. Besonders im
Fachärztebereich bestünden Doppelgeleisigkeiten zwischen den
Spitälern und den niedergelassenen Ärzten. Auer spricht sich in
diesem Zusammenhang für Facharzt-Gruppenpraxen und selbstständige
Ambulatorien aus.
Als Zeithorizont für die Umsetzung einer Gesundheitsreform sieht
der Sektionschef die nächsten Jahre bis zu den
Finanzausgleichsverhandlungen im Jahre 2014.
Rückfragehinweis:
P. Leonhard Gregotsch
Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs
1010 Wien, Freyung 6/1/2/3, E-Mail: [email protected]
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