• 22.11.2011, 16:18:51
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  • OTS0278 OTW0278

FP-Frank: Energieeffizienzrichtlinie verteuert Wohnkosten

Spärliche Aufstockung der Wohnbauförderung wird nicht reichen

Wien (OTS/fpd) - Wenn die von der EU vorgegebene
Energieeffizienz-Richtlinie umgesetzt wird, so bedeutet das für den
sozialen Wohnbau sicherlich eine Verteuerung der Entstehungskosten,
die sich in höheren Mieten niederschlagen werden, kritisiert heute
die Wohnbausprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Henriette Frank im Zuge der
Budgetdebatte. Bereits bei der Planung wird ein enges Korsett an
Vorschriften angelegt, das sich in der Ausführung fortsetzt. Alle 10
Jahre wiederkehrende Sachverständigengutachten über die Effizienz
werden zusätzlich mit hohen Kosten verbunden sein.

Wien als Vorreiterin im energiesparenden Wohnhausbau, wie etwa bei
Passiv- und Niedrigenergiehäusern, aber auch bei der thermischen
Sanierung, werden insofern benachteiligt, als bisher erbrachte
Vorleistungen für die Energieeffizienzrichtlinie nicht anerkannt
werden, führt Frank weiter aus.

"Die mehrmals geäußerte Befürchtung, dass Wien einseitig auf
thermische Sanierung setzt und damit zu wenig Spielraum für künftige
Entwicklungen lässt, ist somit bestätigt. Außerdem bedient sich Wien
vorwiegend Schaumstoffdämmmaterials, das das Doppelte von
Mineralwolle kostet und dadurch eine erhebliche Verteuerung bei der
Sanierung bedeutet", klärt Frank auf.

Es ist zu befürchten, dass durch diese neuen Auflagen für die
Bewohner im sozialen Wohnbau auf Dauer nicht mehr leistbar sein wird,
ihre Wohnungen zu einem angemessenen Mietzins zu halten. Das Budget
mit der sehr spärlichen Aufstockung der Wohnbauförderung wird allein
nicht ausreichen, den neuen gegebenen Anforderungen zu entsprechen,
so Frank.

Stadtrat Ludwig ist daher gefordert, ein sinnvolles Finanzkonzept
über mindestens fünf Jahre zu erarbeiten, das einerseits den Bau von
Neubauwohnungen unter Einbeziehung der Energieeffizienzrichtlinie
berücksichtigt, andererseits Sanierungsmaßnahmen dem Stand der
Technik entsprechend fortführt, schließt Frank. (Schluss) hn

Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle

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