- 22.11.2011, 11:37:20
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ÖAMTC kritisiert horrende Preise bei Diesel trotz sinkender Preise auf Fertigproduktmärkten
Club fordert Weitergabe der letzten Preissenkungen an die Konsumenten
Wien (OTS) - Im Jahresvergleich kostet eine 60-Liter-Tankfüllung
mit Diesel heute mit ca. 84 Euro um ca. 17 Euro mehr als noch vor
einem Jahr", kritisiert Martin Grasslober, Verkehrswirtschaftsexperte
des ÖAMTC. Satte 65 Prozent dieser Teuerung sind auf Preiserhöhungen
durch die Mineralölindustrie zurückzuführen - das sind zwei Drittel
der gesamten Erhöhung. Der Rest stammt von der
Mineralölsteuer-Erhöhung im Jänner dieses Jahres und der
Umsatzsteuer, die in absoluten Beträgen mit den Nettopreisen und der
Mineralölsteuer steigt.
In den vergangenen zwei Monaten sind die Dieselpreise an
Österreichs Zapfsäulen um rund fünf Cent gestiegen. Seit Ende letzter
Woche sind die Preise für Diesel auf den internationalen
Fertigproduktmärkten allerdings wieder stark gefallen, die Preise in
Österreich haben jedoch noch nicht reagiert. "Nachdem ja die Preise
in Rotterdam bei Erhöhungen immer als Rechtfertigung angegeben
werden, sollte man auch die Senkungen unmittelbar weitergeben",
fordert der ÖAMTC-Experte.
Auf unerwartete Änderungen im Diesel- und Heizölverbrauch lassen
sich die Preissteigerungen bei Diesel nicht zurückführen. "Von 2002
bis 2010 ist der Verbrauch an Super95 um 15 Prozent gestiegen, der
Verbrauch an Diesel (+20 Prozent) und Heizöl (-18 Prozent) zusammen
nur um rund 11 Prozent ", stellt Grasslober klar. Der Anteil der
Diesel-Pkw in Österreich lag 2010 bei 55 Prozent, allerdings ist der
Anteil der Diesel-Pkw seit 1990 ständig gewachsen und daher nichts
Neues. Auch die monatlichen Absatzmengen von Diesel für Lkw sollten
der Mineralölwirtschaft bekannt sein. Das sollte einen etwaigen
Nachfrageschock im aktuellen Ausmaß zumindest abflachen. "Nachdem
eine plötzlich angestiegene Nachfrage als Erklärung für den aktuellen
Höhenflug von Diesel ausscheidet, sollte man sich die Frage stellen,
ob nicht eine Verknappung des Angebots zum aktuellen Höhenflug
geführt hat", vermutet der ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte andere
Hintergründe.
Die Forderungen des Clubs:
* Weitergabe der letzten Preissenkungen auf den Fertigproduktmärkten
an die Konsumenten
* Überprüfung der Fertigproduktmärkte durch die Europäische
Kommission: "Auf diesen Märkten werden lediglich Spitzenmengen
gehandelt, also Mengen, die dringend benötigt werden oder
überschüssig sind. Daher dürfen diese Preise nicht für die
Preisbildung an den österreichischen Zapfsäulen herangezogen werden",
stellt der ÖAMTC-Experte klar. Außerdem können durch die
verhältnismäßig geringe Handelsmenge die Preise mit verhältnismäßig
geringem Einsatz stark beeinflusst werden.
* Reform der Pendlerpauschale: Der ÖAMTC fordert die Einführung einer
"Mobilitätspauschale", in der Pendlerpauschale und
Verkehrsabsetzbetrag verknüpft werden. Oberste Priorität ist dabei
eine verstärkte Entlastung der Pendler unabhängig von Einkommen und
Beschäftigungsstatus.
* Anhebung des Kilometergeldes von 42 auf 48 Cent
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Dagmar Halwachs
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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