- 22.11.2011, 11:08:48
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LH Dörfler: Bund soll jährliche Landes-Förderungen für "Lebensland Kärnten" verdoppeln
Weiterer Ausbau alternativer Energie- und Antriebsformen ist Kärntens Antwort auf den Feinstaub
Klagenfurt (OTS/LPD) - Angesichts der steigenden
Feinstaubbelastung basierend auf der andauernden Inversionswetterlage
im Zentralraum Kärnten und der damit einhergehenden hohen
Gesundheitsbelastung für die Bevölkerung sieht sich Landeshauptmann
Gerhard Dörfler als Initiator der Lebensland Kärnten-Offensive
veranlasst, den Ausbau der Elektromobilitätsinfrastruktur und der
Forcierung von erneuerbaren Energien weiter fortzusetzen. Um auf
diesem Sektor noch intensiver arbeiten zu können, wird heute,
Dienstag, in der Sitzung der Kärntner Landesregierung eine von
Dörfler eingebrachte Resolution beschlossen, die die österreichische
Bundesregierung und im Speziellen Umweltminister Nikolaus Berlakovich
auffordert, die Seitens des Landes Kärnten jährlich ausgeschüttete
Förderungen der Initiative Lebensland Kärnten zum Wohle der
Bevölkerung und zu einem weiteren Ausbau dieses zukunftsweisenden
Projektes zu verdoppeln.
"Das Land Kärnten hat in den letzten Jahren gezeigt, dass wir mit
der Initiative Lebensland den grünen Weg in Kärnten gehen. Durch
zahlreiche Projekte und Aktivitäten auf dem Alternativenergie und
-antriebssektor haben wir wichtige umweltpolitische Maßnahmen
gesetzt, die Kärnten zu einer Musterregion in diesem Bereich
etabliert haben. Gleichzeitig wurde dadurch bei der Kärntner
Bevölkerung die Sensibilität und das Bewusstsein für diese
Energieformen der Zukunft gestärkt", so der Landeshauptmann. Das
Projekt Sonnenstadt St. Veit mit dem größten Photovoltaik-Kraftwerk
entlang der S37, die Projektpartnerschaft mit Mercedes in deren
Rahmen in den nächsten Jahren 15 Mercedes A-Klasse E-Cell zu
Testzwecken im Einsatz sind, die Förderung von E-Scootern, E-Bikes
oder der Feinstaubbonus sind nur einige wenige Beispiele für die vom
Land Kärnten mit großem Erfolg gesetzten Maßnahmen.
"Kärnten ist bereit, den alternativen Weg weiter zu gehen und
damit durch den Ausbau elektromobiler Antriebsformen und
Energiegewinnung die Feinstaubbelastung massiv zu reduzieren. Mit
entsprechender Unterstützung des zuständigen Umweltministers
Berlakovich wären noch größere Alternativenergieschritte möglich,
sodass der ökologische Fußabdruck Kärntens weiter reduziert wird",
erklärt der Landeshauptmann.
Im Folgenden die Resolution im Wortlaut:
Resolution
der Kärntner Landesregierung vom 22. November 2011
Die Kärntner Landesregierung hat bereits im Jahr 2008 die Initiative
Lebensland gegründet. Lebensland Kärnten hat es sich zum Ziel
gesetzt, für die aufkommende Elektromobilität Infrastruktur zu
schaffen, neue Mobilitätskonzepte zu erarbeiten und die
Marktentwicklung in den Bereichen Elektromobilität und erneuerbare
Energien zu fördern. Im Vordergrund stehen dabei die Erhöhung der
Lebensqualität durch saubere Luft sowie die Bewusstseinsbildung.
Die momentan vorherrschende wissenschaftliche Meinung geht davon aus,
dass unsere Fahrzeuge nicht immer mit fossilen Treibstoffen
angetrieben werden können.
Elektrofahrzeuge werden in Zukunft einen bedeutenden Teil des
Gesamtverkehrsaufkommens ausmachen. Verschiedene Studien gehen bis
2020 von einem 20 - 30prozentigen Anteil am Gesamtverkehr aus.
Hierfür ist es notwendig, bereits jetzt Schritte zu setzen, um für
die zukünftigen Anforderungen der Elektromobilität gerüstet zu sein.
Grundlegende Veränderungen sind aufgrund der steigenden
Umweltbelastungen und der Erhöhung der Treibstoffkosten unumgänglich.
Diese Veränderungen finden bei uns bereits statt. In Kärnten tragen
die Nutzung von Elektrofahrzeugen der erneuerbaren Energien sowie die
stärkere Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel untereinander
einen wesentlichen Teil zum Beginn dieses Wandels bei. Nachdem ab
2012 verstärkt serienmäßig Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf den Markt
kommen werden, wird es von Seiten des Landes Kärnten diesbezüglich
Anreizförderungen geben.
Dass ein Umdenken bei der Verkehrsabwicklung dringend einsetzen muss,
zeigen nicht zuletzt die aktuellen Feinstaubwerte, die zum
wiederholten Male gesundheitsgefährdende Ausmaße erreicht haben.
Kärnten ist mit seiner Initiative am richtigen Weg.
Das Land Kärnten bekennt sich zur Förderung erneuerbarer Energie,
alternativer Mobilität, einer sauberen Umwelt sowie besserer Luft und
fordert von der österreichischen Bundesregierung insbesondere von
Umweltminister DI Nikolaus Berlakovich ,
* die vom Land Kärnten jährlich ausgeschüttete Förderungen der
Initiative Lebensland zum Wohle der Bevölkerung und zu einem weiteren
Ausbau dieses zukunftsweisenden Projektes zu verdoppeln.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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