UGöD zu Gehaltsverhandlungen für den öffentlichen Dienst und Ausgegliederte: Euro 120 Mindestbetrag für alle!
Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD fordern Solidarität mit KollegInnen im niedrigen Einkommensbereich
Wien (OTS) - Der Vorschlag von IHS-Chef Bernhard Felderer zu
einer Nulllohnrunde im Öffentlichen Dienst hat Diskussionen und
heftige verbale Gegenwehr des GÖD-Vorsitzenden Neugebauer ausgelöst.
Die UGöD sieht die Felderer-Ansage als Teil der EU-weiten,
neoliberalen Kampagne für forcierten Sozialabbau, für Kürzungen
öffentlicher Dienste und zur Abwehr einer vermögensbezogenen
Steuerreform - Stimmungsmache gegen berechtigte Gehalts- und
Lohnforderungen als Begleitmusik zu den Gehaltsverhandlungen.
Die UGöD hat KollegInnen der Metaller-Gewerkschaft bei ihrem
Arbeitskampf unterstützt. Nun braucht die GÖD die Unterstützung und
die Zusammenarbeit aller Gewerkschaften, denn auch bei den Gehalts-
und Lohnverhandlungen für die BeamtInnen, Vertragsbediensteten,
Privatangestellten und prekär Beschäftigten im öffentlichen Dienst
und in den ausgegliederten Betrieben geht es darum, das Abwälzen der
Krisenfolgen auf die Lohnabhängigen zu stoppen. Für die öffentlich
Bediensteten bedeuten die angekündigten Budgeteinsparungen den
Verlust von Kaufkraft, das Wegsparen notwendiger Arbeitsplätze
insbesondere im Bildungsbereich und in den ausgegliederten
Universitäten. Damit verbundene Qualitätsverluste bei den
öffentlichen Diensten gehen zu Lasten aller in Österreich lebenden
Menschen. Das zu verhindern ist eine gewerkschaftliche Kampffrage.
Kampfmaßnahmen wie der Metallerstreik brauchen Information und
Mobilisierung der KollegInnen. Die Unabhängigen GewerkschafterInnen
fordern daher ihre "schwarze" Gewerkschaft GÖD auf, Dienststellen-
und Betriebsversammlungen und eine Urabstimmung über Kampfmaßnahmen
vorzubereiten, und die Zusammenarbeit mit dem "roten" ÖGB und den
anderen ÖGB-Teilgewerkschaften zu intensivieren:
- + 4,65%, mindestens 120 Euro für die im öffentlichen Dienst
Beschäftigten - Inflationsabgeltung, Leistungssteigerung und Anteil
am Wirtschaftswachstum! Stärkung niedriger Einkommensgruppen - und
damit auch im öffentlichen Dienst vor allem Stärkung von
Fraueneinkommen!
- Vermögens-, Erbschafts- und Spekulationssteuern als notwendiger
Beitrag der österreichischen Millionäre, Krisenverursacher und
Krisengewinner zur Sicherung des Sozialstaates, der öffentlichen
Dienste, für Budgetkonsolidierung und überfällige Bildungsreformen.
Auch das Eintreiben von Steuerschulden braucht zusätzliches
Personal!
- Solidarität auch auf internationaler Ebene, mit den KollegInnen
der öffentlichen Dienste in Griechenland, in der EU und weltweit!
Für die UGöD
Beate Neunteufel-Zechner, Reinhart Sellner - Vorsitzende der UGöD
Tel: 0676/343 75 21
e-mail: reinhart.sellner@gmx.at
Beate Neunteufel-Zechner,
Tel: 0681/2090 3059
e-mail: beate.neunteufel-zechner@onb.ac.at
Internet: www.ugoed.at














