- 22.11.2011, 10:18:24
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Transportsicherheitstage leisten wichtigen Beitrag zu höherer Verkehrssicherheit
Europäische Ladungssicherungsnorm bringt Änderungen beim Zurren
Wien (OTS/PWK832) - Wichtige Neuerungen bei der
Ladungssicherung bringt die Neue Europäische Zurrkräftenorm ÖNORM EN
12195-1. "Nur wenn Verlader, Fahrzeugbesitzer und Lenker ausreichend
Bescheid wissen, welche Gewichtskräfte die Laderaumbegrenzung des
Fahrzeugs aufnimmt und welche Sicherungskräfte bei der Verankerung
des Ladeguts auf der Ladefläche notwendig sind, können eine hohe
Verkehrssicherheit gewährleistet und die Beladung wirtschaftlich
optimiert werden", so Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte
Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich, bei den
Österreichischen Transportsicherheitstagen, welche die Themen
Ladungssicherung und Gefahrgut zum Schwerpunkt haben.
Ausreichend stabile Fahrzeugaufbauten, geeignete Versandstücke und
die Verwendung von Antirutschmatten, die eine effiziente Kombination
der Ladungssicherungsmethoden wie Formschluss und Kraftschluss
ermöglichen, ersparen den Unternehmen und Lenkern Zeit und Ärger. Die
Herstellung einer ordnungsgemäßen Ladungssicherung auf einem
Autobahnparkplatz nach einer Kontrolle oder die nachträgliche
Behebung von Versand- und Unfallschäden seien meist mit beachtlichen
Folgekosten verbunden, die leicht vermieden werden könnten, so
Klacska. Die heimischen Verkehrsunternehmen bekennen sich zu einem
hohen Ausbildungsniveau in den Unternehmen und unterstützen das neue
österreichische Verkehrssicherheitsprogramm 2011-2020, das Österreich
unter die fünf sichersten Länder Europas platziert.
Die Neue Europäische Zurrkräftenorm enthält neue Formeln für die
Berechnung der Sicherungskräfte auf Straßenfahrzeugen. Änderungen
ergeben sich insbesondere beim Versand palettierter Ware auf
Fahrzeugen mit Siebdruckboden (Holz). Zudem ist zu beachten, dass
Kontrollen in Deutschland abweichend nach Standards der
VDI-Richtlinien 2700 erfolgen. Erfreulicherweise enthält die neue
ÖNORM EN 12195-1 auch praktische Verfahren zur Bestimmung des
Reibbeiwertes und der Wirksamkeit von Ladungssicherungsmaßnahmen.
Davon profitieren insbesondere Unternehmen, die nach eigenen Tests
Verladeanweisungen für den Versand ihrer meist standardisierten Güter
erstellen. Die komplexe Materie der Ladungssicherung mit etwa 50
Gesetzesstellen, Normen und Richtlinien wird damit auf betrieblicher
Ebene praxisnahe vereinfacht.
Die österreichischen Transportsicherheitstage, die auch Projekt
der EU-Charta für Verkehrssicherheit sind, bieten seit mittlerweile
sechs Jahren einen intensiven Erfahrungsaustausch zwischen
Transporteuren, produzierenden Unternehmen, Ladungssicherungsexperten
und der Polizei.
Mit dem "Praxishandbuch Ladungssicherung 2011" wird erstmals in
Europa ein Ratgeber veröffentlicht, in dessen Erstellung sowohl
Vertreter der Wirtschaft als auch der Polizei eingebunden waren. Das
Fachbuch ist Grundlage für einheitliche Polizeikontrollen und
unterstützt die Unternehmen bei der gesetzlich vorgeschriebenen
Unterweisungspflicht. "Eine ordnungsgemäße Ladungssicherung schützt
vor Strafen, Punkten im Führerscheinregister und erhöht die
Verkehrssicherheit. Immerhin sind Nutzfahrzeuge zur Güterbeförderung
jährlich sechs Milliarden Fahrzeugkilometer auf den heimischen
Straßen unterwegs. Nach dem beachtlichen Rückgang der Unfälle und der
Anzahl der Verkehrstoten in Österreich auf 552 Personen im
vergangenen Jahr erwarten wir heuer eine weitere Verbesserung", so
Klacska. (PM)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Stefan Ebner
Tel.: Tel. 0590900-4028
mailto:[email protected]
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