- 21.11.2011, 18:15:31
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WirtschaftsBlatt-Leitartikel: A too small Country for good Business - von Peter Sempelmann
Taiwan, Indien und Brasilien sind einen Mausklick entfernt
Wien (OTS) - Einfach raus. Raus aus Österreich und hinein in die
internationale Wirtschaftswelt. "Der Binnenmarkt ist für jedes Thema
zu klein. Es gibt denZwang, nach draußen zu gehen", bringt es Thomas
Schöpf,Vorstandsmitglied von Kapsch CarrierCom, im Round
Table-Gespräch des WirtschaftsBlatt auf den Punkt. Unternehmer, die
sich von potenziellen Risiken abschrecken lassen, statt sich nach
der Decke zu strecken, haben demnach bereits verloren.
Das ständige Streben nach neuen Lösungen, die Gabe, Chancen zu
erkennen und neue Produkte und Angebote zu entwickeln, sind
Grundeigenschaften, die jeder Unternehmer mitbringen sollte. Wer die
Produkte dann aber nur vor die eigene Haustür stellt, vergisst auf
den Markt. Was nützt das innovativste Produkt der Welt, wenn man es
nicht auch dort anbietet, wo es gebraucht wird?
Microsoft wäre niemals zu einem globalen Softwarekonzern geworden,
wenn Bill Gates der Meinung gewesen wäre, dass es zu mühsam ist,
Windows aus dem Englischen in andere Sprachen zu übersetzen und sich
der Einfachheit halber auf den US-Markt beschränkt hätte.
Erfolg braucht seine Zeit. Auch bei Microsoft hat er sich nicht von
einem Tag auf den anderen eingestellt, und Gates ist ebenfalls nicht
von einem Tag auf den anderen zum reichsten Mann der Welt geworden.
Gerade im Ausland gilt es für Unternehmer, jeden Schritt besonders
sorgfältig abzuwägen und das Glück nicht erzwingen zu wollen.
Man braucht auch das richtige Team - Partner, Berater und
Mitarbeiter -, damit bei einem Auslandsabenteuer die Bruchlandung
nicht vorprogrammiert ist: Juristen, die die Rechtslage vor Ort
kennen, Steuerberater, die das lokale Finanzwesen verstehen und
Mitarbeiter, die der Landessprache mächtig sind. Und natürlich sollte
man als Unternehmer auch die entsprechenden finanziellen Mittel
haben, um eine längere Durststrecke nach dem Start zu überstehen. Das
gilt aber genauso, wenn man in Österreich mit einem Unternehmen an
den Start geht.
Die Weltwirtschaft ist global so vernetzt, dass es kaum mehr einen
Unterschied macht, ob ein Produzent seine Produkte von Taiwan,
Indien, Brasilien oder Gramatneusiedel aus anbietet. Der nächste
Lieferant ist nur einen Mausklick entfernt. Unternehmer, die das
nicht erkennen, die sich dem internationalen Wettbewerb nicht stellen
und an den eigenen Landesgrenzen haltmachen, begehen einen fatalen
Fehler. Denn der globale Wettbewerb macht auch nicht an Österreichs
Grenzen halt.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftsblatt Verlag AG
Tel.: Tel.: 01/60117 / 300
mailto:[email protected]
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