- 21.11.2011, 16:40:42
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VP-Feldmann: Wiens Schulden explodieren - Stadtregierung führt Wien in den Abgrund
Falsche Schwerpunktsetzung prolongiert
Wien (OTS) - "Unter Stadträtin Renate Brauner hat sich die
Schuldenlast der Stadt in den letzten Jahren um mehr als 200 Prozent
erhöht. Betrug der Schuldenstand 2007 noch 1,4 Milliarden Euro, so
werden die Schulden nächstes Jahr auf knapp 4 Milliarden Euro steigen
- darin nicht enthalten die über 2 Milliarden Euro Schulden der
Unternehmung Wiener Wohnen", so die Frauensprecherin der ÖVP Wien,
Barbara Feldmann, die von Seiten der Stadtregierung Initiativen für
Kostenoptimierungsprogramme und ausgabenseitige Einsparungsmaßnahmen
verlangt. "Die Stadtregierung setzt zudem die falschen Schwerpunkte
für den Standort Wien. So wird etwa die Wirtschaftsförderung um 41
Prozent gekürzt und Frauen- und Familienpolitik spielt auch
kommendes Jahr nur eine untergeordnete Rolle, während das Budget des
Presse- und Informationsdienstes auch nächstes Jahr wieder massiv
angehoben wird", so Feldmann.
"Die Stadtregierung zeigt damit eindeutig wo ihre Prioritäten liegen.
Statt in Frauen und Familie zu investieren, setzt man auf Inserate
und Selbstbeweihräucherung. Wien hat mit Abstand die höchste
Arbeitslosenquote in Österreich und zählt insbesondere auch bei der
Frauenarbeitslosigkeit seit Jahren beharrlich zum Schlusslicht im
Bundesländervergleich. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt
so in Wien für viele ein unerfüllter Traum", zeigt sich Feldmann über
die verfehlte Budgetpolitik in Wien entsetzt.
"Die schulische Tagesbetreuung von Kindern in den eigenen vier Wänden
wird zu fast drei Viertel von Müttern geleistet, wie zahlreiche
Studien belegen und auch eine vor kurzem durchgeführte `market` -
Umfrage gezeigt hat. Zwei Drittel der befragten Mütter sehen sich
laut dieser Umfrage einer Doppelbelastung ausgesetzt und beinahe drei
Viertel in ihren Karrierechancen `gebremst`", so Feldmann.
"Wie die im Oktober unter 1.000 Frauen durchgeführte Online-Umfrage
ergab, besteht ein starker Wunsch nach familienfreundlicheren
Arbeitszeiten (70 Prozent) und mehr Nachmittagsbetreuung (45
Prozent). Knapp 60 Prozent der Mütter geben präzise an, dass
Schulbetreuungsplätze nicht ausreichend vorhanden sind. Zudem fehlen
in Wien nach wie vor tausende Kindergartenplätze - insbesondere die
Betreuungssituation der unter 3jährigen ist nach wie vor nicht
erfreulich. Auch fehlen in Wien geschätzte 600
Kindergartenpädagogen/innen. Immer öfter beschweren sich Wiener/innen
zudem über die mangelnde Ausbildung des Betreuungspersonals in den
Kindergärten. Auch bei den Öffnungszeiten von
Kinderbetreuungseinrichtungen besteht Optimierungsbedarf, da sich
diese zu wenig an den vorhandenen flexibilisierten Arbeitszeiten
orientieren", zeigt Feldmann einiges an Verbesserungspotenzial auf.
"All diese Faktoren erschweren Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie. Um Erfordernissen von berufstätigen Frauen mit Kindern
endlich gerecht zu werden, ist es für die Stadt Wien dringend
erforderlich, international übliche Rahmenbedingungen zu schaffen",
so Feldmann abschließend, die im Rahmen der Budgetdebatte auch einen
entsprechenden Antrag einbringen wird. "Es wird sich zeigen, ob der
Stadt Wien die Anliegen von Frauen etwas bedeuten oder nicht"
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto:[email protected]
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