• 21.11.2011, 12:50:30
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Öllinger zu Frauenpensionsalter: Arbeit ab 60 ermöglichen statt zur Arbeitslosigkeit zwingen

50 Prozent aller Frauen werden bereits vor Erreichen des Pensionsantrittsalters aus dem Arbeitsmarkt gedrängt

Wien (OTS) - "Das Pferd von der falschen Seite zäumen jene auf,
die eine schnellere Erhöhung des Frauenpensionsalters fordern", sagt
Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen, zur Debatte um die Erhöhung
des Pensionsalters für Frauen.
Derzeit können nur rund 50 Prozent aller Frauen aus der
Erwerbstätigkeit direkt in die Pension gehen. Die andere Hälfte der
Frauen wird bereits vor Pensionsantritt aus dem Arbeitsmarkt
gedrängt.
"Wer das Pensionsantrittsalter nun unvorbereitet anhebt, verlagert
die Kosten des Pensionssystems nur in andere Bereiche, wie etwa die
Arbeitslosenversicherung. Das ist eine dumme Vorgangsweise", meint
Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, und schlägt
intelligente Lösungen für Frauen ab Sechzig vor: "Derzeit können
Frauen mit sechzig Jahren gegen ihren Willen in Pension geschickt
werden. Betroffene haben dagegen schon erfolgreich beim Europäischen
Gerichtshof geklagt. Der Bund soll also die gesetzlichen Vorkehrungen
dafür schaffen, dass Frauen, die länger arbeiten wollen, auch länger
arbeiten können."

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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