• 21.11.2011, 12:10:00
  • /
  • OTS0131 OTW0131

LHStv. Kaiser und LR Prettner: Frauenärztinnen auf Kassenkosten für die Kärntnerinnen

KGKK wird zwei Gynäkologinnen anstellen, die niedergelassene Vertragsärzte vertreten - Antrag auf Finanzierung durch Gesundheitsfonds gestellt

Klagenfurt (OTS/LPD) - Den Frauen in Kärnten sollen schon in Kürze
Frauenärztinnen auf Kassenkosten zur Verfügung stehen. Zumindest wenn
es nach Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser, Frauenreferentin LR
Beate Prettner und der Kärntner Gebietskrankenkasse (KGKK) geht. Wie
genau die Umsetzung erfolgen soll, erklärten Kaiser und Prettner
gemeinsam mit KGKK-Bereichsdirektorin Helgard Kerschbaumer heute,
Montag, im Rahmen einer Pressekonferenz.

"Unsere durchaus kreative Lösung sieht so aus, dass die Kärntner
Gebietskrankenkasse zwei Gynäkologinnen anstellt und diese bei
niedergelassenen Vertragsärzten für Vertretungstätigkeiten
kärntenweit zumindest für einen Tag pro Woche zur Verfügung stehen.
Damit wird die bestehende Infrastruktur genutzt und Frauen haben die
Wahlmöglichkeit, ob sie von einer Frauenärztin untersucht bzw.
behandelt werden wollen, ohne dass sie wie bei Wahlärztinnen dafür
etwas bezahlen müssen", erklärte Kaiser.

Wie wichtig diese Umsetzung sei, betonte auch Prettner: "Weil ich
selbst aus diesem Fach komme, kann ich gut beurteilen, wie dringend
die Nachfrage nach einer Kassenärztin in Kärnten ist. Gerade im Fach
der Gynäkologie kann man die Intimsphäre der Patientinnen nicht
einfach ausblenden. Und es ist nun einmal so, dass sich unzählige
Frauen eine Frau als Gynäkologin wünschen würden, sich eine
Privatpraxis aber nicht leisten können."

Im Vorfeld wurde dieses Projekt mit Vertretern der Ärztekammer
sowie niedergelassenen Vertragsgynäkologen abgestimmt. Um die
Umsetzung auch finanziell bewerkstelligen zu können, hat die KGKK in
Abstimmung mit dem Gesundheitsreferenten einen Antrag an den Kärntner
Gesundheitsfonds auf Förderung durch Strukturmittel in der Höhe von
rund 100.000 Euro pro Jahr gestellt. Dieser Antrag soll dann in der
Sitzung der zuständigen Gesundheitsplattform am 12. Dezember
beschlossen werden. Danach werden die beiden Gynäkologinnen bei der
KGKK angestellt und sollen im ersten Halbjahr 2012 bei den
Vertragsärzten, die bei diesem Modell mitmachen, mit der
Vertretungstätigkeit beginnen. "Die Sicherstellung dieser
Finanzierung ist äußerst wichtig, um eine mittelfristige
Übergangslösung für diese so wichtige Fragestellung anbieten zu
können", betonte Kerschbaumer.

"Wir gehen von einem einstimmigen Beschluss aus, zumal es einen
einstimmigen Landtagsbeschluss betreffend der Versorgung durch
Gynäkologinnen aus Kassenkosten vom 7. Juli 2011 gibt", so Kaiser
weiter. Damit werde der erste wichtige Schritt zu einer
flächendeckenden, wohnortnahen gynäkologische Versorgung durch
Frauenärztinnen in Kärnten gesetzt.

"Um zu verhindern, dass Frauen aus Scham vor einem männlichen
Arzt keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen mehr durchführen
lassen und womöglich schwere Folgeschäden davontragen, ist ein
flächendeckendes Angebot an weiblich besetzten gynäkologischen
Kassenstellen schleunigst sicherzustellen", machte Prettner deutlich.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel