• 20.11.2011, 05:30:35
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ÖSTERREICH-Umfrage: 78% der Österreicher für Sparpaket

Aber: "Nein" zu höheren Steuern auf Urlaubsgeld, Mineralöl und Medikamenten

Wien (OTS) - Die Österreicher wollen, dass Regierung und Länder
mehr sparen - aber keiner will dafür zahlen. Das ist das Ergebnis der
ersten, großen Umfrage zu den Sparplänen der Koalition, berichtet die
Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Sonntag-Ausgabe. Das Gallup-Institut
führte die Umfrage für ÖSTERREICH Donnerstag und Freitag dieser Woche
durch.

Mehr als drei Viertel der Befragten (78%) wollen, dass Regierung
und Länder mehr sparen. Die klare Mehrheit (57%) spricht sich für die
Einführung einer Schuldenbremse als Verfassungsgesetz aus.

Aber: Die Österreicher sagen "Nein" zur Erhöhung der Umsatzsteuer
auf Medikamente von 10% auf 20%  (95% dagegen). Ein No-No ist auch
die höhere Besteuerung von "Urlaubs- und Weihnachtsgeld (94% dagegen)
und eine höhere Mineralölsteuer (90% "Nein").

Die klare Mehrheit stemmt sich dagegen, Spitäler zu schließen
bzw. zusammenzulegen (81 %). Drei von vier Österreichern (24%) wollen
nicht, dass das Pensionsalter erhöht wird. Auch die Abschaffung der
"Hacklerpension" findet keine Mehrheit (nur 34% dafür).

Das Comeback der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer fänden nur 31%
gut, die Wiedereinführung von Studiengebühren wollen immerhin 54%.

Gespart werden vor allem in der Verwaltung (59% dafür, dass Gemeinden
zusammengelegt werden), bei den Beamten (47% für Nulllohnrunde), den
"Reichen" (74% sind für eine Vermögenssteuer) und bei Politikern. 86%
wollen weniger Abgeordnete in Parlament und Landtagen.

Das Ergebnis im Detail:
- Höhere Steuern auf Arzneien 5% Ja / 95% Nein
- Urlaubsgeld höher besteuern 6% Ja / 94% Nein
- Mineralölsteuer erhöhen 10% Ja / 90% Nein
- Zahl der Spitäler reduzieren 19% Ja / 81% Nein

- Pensionsalter erhöhen         24% Ja / 76% Nein
- Förderungen kürzen         26% Ja / 74% Nein
- Erbschaftssteuer einführen 31% Ja / 69% Nein

- Hacklerpension abschaffen 34% Ja / 66% Nein
- Nulllohnrunde für Beamte 47% Ja / 53% Nein
- Studiengebühren einführen 54% Ja / 46% Nein
- Gemeinden zusammenlegen 59% Ja / 41% Nein
- Einführung Vermögenssteuer 74% Ja / 26% Nein
- Weniger Abgeordnete 86% Ja / 14% Nein

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

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