• 18.11.2011, 13:38:00
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Verkehr ist die Lebensader für Wien, daher "Nein" zu enorm hohen neuen Parkgebühren

Wien (OTS) - Offensichtlich wird in Wien an Ideen gebastelt, den
Autoverkehr aus der Stadt zu verbannen. Unter dem Motto "mit Vollgas
zu einem autofreien Wien", hat die Wiener Stadtregierung exorbitante
Erhöhungen von Parkgebühren von über 60% geplant und trifft damit den
städtischen Handel voll.

Dies ist jedoch der falsche Weg, denn die Wirtschaft ist in einem
großen Ausmaß vom motorisierten Verkehr, also vom Individualverkehr
und vom Lieferverkehr abhängig.

Parkpickerl-Zonen sollen künftig auch auf große Teile der
Gürtelaußenbezirke ausgeweitet werden und damit nicht genug.
Erhöhungen von Parkgebühren werden Kunden und Geschäftsleute bis ins
Mark treffen. Straßenrückbauten in Fußgängerzonen und flächendeckende
Tempo-30-Zonen sollen den Lieferverkehr immer mehr behindern. Es
stellt sich damit jedoch die Frage, wie die Wiener Handelsgeschäfte
in Zukunft mit Waren versorgt und wie innerstädtische
Geschäftsstraßen attraktiv gehalten werden können?

Wer immer das Autofahren in Wien vermiesen will, dem sei gesagt,
dass er damit die Kunden aus unseren Wiener Geschäftsstraßen
hinaustreibt - und zwar zu den Einkaufszentren ins Wiener Umland, wo
tausende Parkplätze kostenlos zur Verfügung stehen. Der Trend zum
motorisierten Einkaufen am Stadtrand wird damit zunehmen.
Gleichzeitig gehen in der Stadt Umsätze verloren und Existenzen und
Arbeitsplätze werden gefährdet. Das ist offenbar das Ziel der
Rot-Grünen-Stadtregierung. Sie will scheinbar jener Branche, die am
meisten Umsatzsteuer liefert, in existenzielle Bedrängnis bringen.
Zwar werden die Kosten des Parkpickerls für Bewohner und betriebliche
Fahrzeuge etwas gesenkt, für die vielen Kunden der Geschäfte, die aus
einem anderen Teil Wiens kommen oder vom Umland, bringt das aber
leider nichts.

Gerade in einer Zeit, in der wegen des hohen Spritpreises nur
wirklich nötige Fahrten durchgeführt werden, bedarf es weder der
City-Maut noch sonstiger Androhungen der Wiener Verkehrsstadträtin.
Es muss alles getan werden, dass die innerstädtische
Handelslandschaft erhalten bleibt. Der Handel braucht die Umsätze, um
zu überleben und die Stadt braucht den Handel, um attraktiv zu
bleiben.

Rückfragehinweis:
KommR Erwin Pellet
Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien
1040 Wien, Schwarzenbergplatz 14
Tel.: 01/51450-3245

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