- 18.11.2011, 12:13:31
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SP-Deutsch: Wer sind die Geldgeber der FPÖ?
Arabische Diktatoren, Lobbyisten und Seilschaften - die Geldquelle der FPÖ?
Wien (OTS/SPW) - "Im August 2010 - vor dem Hintergrund der
Skandale rund um die Hypo und die BUWOG - wurde Strache aufgefordert,
offenzulegen, wer die Geldgeber der FPÖ sind. Schon davor fragten
sich viele, woher die FPÖ das Geld nimmt, ihre ständige Hetzkampagne
zu finanzieren. Die Mittel aus der Parteiförderung können dafür kaum
ausreichen. Hier waren und sind Zweifel angebracht! Strache gelobte
zwar 'restlose Aufklärung', ist aber bis heute jede Antwort schuldig
geblieben", betonte der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg.
Christian Deutsch am Freitag. Nach den Enthüllungen in der Causa
Hochegger und den Geldfluss an FPÖ-Minister während der schwarzblauen
Koalition stelle sich die Frage der FPÖ-Finanzierung nun umso
dringlicher, unterstrich Deutsch und hielt fest: "Herr Strache, wir
nehmen Sie beim Wort: Wer sind die Geldgeber der FPÖ?"****
Die FPÖ könne sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen, so
Deutsch: "Denn Strache hat die Kärntner Freiheitlichen wieder in die
Partei 'heimgeholt' und damit auch die Skandale, die mit der Ära
Haider verbunden sind." Deutsch erinnerte daran, dass in Walter
Meischbergers beschlagnahmtem Tagebuch Haider wegen dubioser
Geldflüsse aus dem Nahen Osten, vor allem aus dem Irak und Libyen,
belastet wird. Haider soll nach Besuchen beim früheren irakischen
Diktator Saddam Hussein mehrere Millionen Euro kassiert und nach
Liechtenstein transferiert haben. "Vor einigen Monaten reiste der
freiheitliche Mandatar Lasar nach Libyen zu Muammar al-Gaddafi. Warum
eigentlich? Rein aus 'Interesse am Frieden'? Das erinnert an die
Reisetätigkeit Haiders, der bekanntlich 1999, 2001 und 2004 in Libyen
war", erläuterte der Landesparteisekretär. Immer noch nicht
aufgeklärt sei weiters der Provisions-Fluss nach der
Buwog-Privatisierung: "Der FPÖ-Obmann ist auch hier gefordert, denn
bekanntlich hat Buwog-Aufsichtsrat Plech die Freiheitlichen im
Banken-, Medien- und Immobilienbereich vertreten." Außerdem habe das
FPÖ-Blatt 'Neue Freie Zeitung' über den Lobbyisten Hochegger 2004
einen 'Druckkostenbeitrag' von 200.000 Euro zugeschanzt bekommen.
"Strache war damals stellvertretender Bundesparteiobmann. Also muss
er dazu alle Fakten schnellstens auf den Tisch legen!", unterstrich
Deutsch.
Generell müsse Strache die Fragezeichen hinter der freiheitlichen
Finanzgebarung aus der Welt schaffen, betonte Deutsch abschließend:
"Davon unabhängig werden wir uns den wirtschaftlichen Dunstkreis der
FPÖ künftig sehr genau ansehen. Denn es kann nicht sein, dass hier
weiter gemauert wird!" (Schluss) tr
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Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
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