• 18.11.2011, 09:04:22
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AKNÖ: Enormer Preisanstieg bei Privatschulen

Teuerung des Schulgelds an mittleren und höheren Schulen beträgt in diesem Schuljahr mehr als 10%

Wien (OTS) - Alljährlich ermittelt die Arbeiterkammer die Kosten
für private mittlere und höhere Schulen in Niederösterreich. Lag die
Preissteigerung in den letzten Jahren bei durchschnittlich 2-3%, so
liegt der Wert heuer bei satten +10%. Damit werden die
Haushaltsbudgets extrem belastet. Dazu kommt das oft magere Angebot
an öffentlichen, weiterführenden Schulen in einigen Bezirken.
"Manchmal haben Eltern wegen des dürftigen Angebots kaum eine andere
Wahl und müssen die Kinder auf eine Privatschule schicken",
kritisiert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.

36 von 48 mittleren und höheren Privatschulen in Niederösterreich
haben im Vergleich zum vergangenen Jahr das Schulgeld angehoben, im
Schnitt um 67 Euro pro Jahr. "Damit haben wir heuer eine sehr starke
Preiserhöhung", stellt AKNÖ-Bildungsexperte Stefan Schober mit
Hinweis auf die Inflationsrate fest, die im Vorjahr bei 1,9% lag.
Durchschnittlich kostet der Schulbesuch eines Kindes in einer
privaten BMHS in Niederösterreich 1.179 Euro pro Jahr. Teuerster
Schultyp ist die HTL, mit durchschnittlich 1.291 Euro
Jahresschulkosten, gefolgt von den privaten Handelsakademien und
Handelsschulen mit 1.189 Euro. Absoluter Spitzenreiter ist eine
Schule mit Kosten von mehr als 4.560 Euro pro Jahr.

Oft keine Alternative zu Privatschulen

Die extrem hohen Kosten sind besonders dort problematisch, wo es zu
wenige oder gar keine öffentlichen mittleren oder höheren Schulen
gibt, wie etwa im Bezirk Melk. Hier stehen die Eltern vor der Wahl,
ihre Kinder entweder in andere Bezirke pendeln zu lassen oder sie
zahlen für teure Privatschulen. Immerhin schlagen dort die 5
privaten Schulen mit durchschnittlich mehr als 972 Euro zu Buche.
Mehr als 1.400 SchülerInnen besuchen diese Privatschulen. Das
Mostviertel gilt generell als unterversorgt mit öffentlichen höheren
Schulen. Hier besucht beinahe jede/r dritte OberstufenschülerIn eine
Privatschule, im Industrieviertel jede/r Vierte und im Weinviertel
nur jeder/r Achte.

Rückfragehinweis:
AKNÖ-Bildungsexperte Stefan Schober: 01/58883-1884

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