• 18.11.2011, 08:35:43
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LH Dörfler: Neuer Securitydienst für Asylwerberunterkünfte wird ausgeschrieben

Sicherheitsorgane stehen auf Abruf bereit und können bei Bedarf in ganz Kärnten eingesetzt werden

Klagenfurt (OTS/LPD) - Wie Flüchtlingsreferent Landeshauptmann
Gerhard Dörfler heute, Freitag, mitteilt, wurde in den letzten Wochen
ein umfassendes Konzept erarbeitet, demzufolge ein Securitydienst je
nach Bedarf in allen Kärntner Asylwerberquartieren zum Einsatz kommen
kann. "Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es
notwendig ist, Asylwerberheimbetreibern bei Übergriffen durch
Asylwerbern oder bei verdächtigen Handlungen, die Möglichkeit
einzuräumen, auf einen Securitydienst, den das Land Kärnten zur
Verfügung stellt, zurück zu greifen, um damit die Sicherheit anderer
Asylwerber wie auch der Kärntner Bevölkerung sicher zu stellen",
erklärt der Landeshauptmann.

Diese Sicherheitsleistung soll zur besseren Steuerung des
Securitybedarfs und zur Reduktion der Kosten in ein neues,
flexibleres Securitykonzept umgewandelt werden, das allen
Quartiergebern zur Verfügung steht. "Wenn ein Heimbetreiber die
Notwendigkeit einer Securitykontrolle oder einer Bewachung sieht,
kommt dieser neue Dienst, der sich auf Abruf befindet, zum Einsatz.
Außerdem wird der Sicherheitsdienst den Heimen sowohl sporadische als
auch regelmäßige Besuche abstatten", erklärt Dörfler. Der
Landeshauptmann geht davon aus, dass dadurch die Kleinkriminalität
und Übergriffe bzw. Auseinandersetzungen in den Heimen zurück gehen
werden, bzw. dass dieser Securitydienst eine allgemein präventive
Wirkung haben wird.

Im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens, das am kommenden
Dienstag in der Sitzung der Kärntner Landesregierung beschlossen
werden soll, wird anhand von vorgegebenen Kriterien ein
professioneller Anbieter für diese Dienstleistung gesucht. "Durch das
neue flexible Modell ist von einer deutlichen Kostenreduktion
auszugehen. Parallel dazu verhindern wir durch die abschreckende
Wirkung bereits im Vorfeld, dass kriminelle Asylwerber in Kärnten ihr
Unwesen treiben können", so Dörfler.

Derzeit gibt es in Kärnten in zwei Asylwerberheimen einen
Securitydienst, der sich seit seiner Einführung als erfolgreich und
Ziel führend erwiesen hat. "Durch die durchgeführten
Sicherheitskontrollen konnte beispielsweise der Drogenhandel in einem
Asylquartier in Klagenfurt, das in der Vergangenheit als
Drogenhochburg galt, eingedämmt werden und damit für mehr Sicherheit
in Kärnten gesorgt werden", so der Landeshauptmann. Derartige
Sicherheitsmaßnahmen hätten mehrfach bewiesen, dass dadurch
kriminelle und Drogen dealende Asylwerberbanden abgeschreckt werden
konnten und damit die Kärntner Bevölkerung bereits präventiv vor
Drogendealern und Co. geschützt worden sei.

Bezug nehmend auf die in dieser Woche unnötige mediale Inszenierung
der Sonderbetreuungseinrichtung auf der Saualm stellt der
Flüchtlingsreferent erneut klar, dass diese Betreuungseinrichtung für
Asylwerber mit besonderem Bedarf weiterhin erhalten bleibt. "Die
derzeitigen Sanierungs- und Ausbauarbeiten werden in kurzer Zeit
abgeschlossen sein. Danach werden dem Heim auf der Saualm wieder
unverzüglich Asylwerber zugewiesen", kündigt Dörfler an.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

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