ÖH: 17. November ist internationaler Tag der Studierenden
europaweit auf Probleme im Hochschulsektor aufmerksam machen
Wien (OTS) - "Der heutige Tag wird international genutzt, um auf
die problematische Situation der Studierenden und der Hochschulen
hinzuweisen. Zurzeit ist international ein Trend zu beobachten, dass
gerade im Bildungsbereich mit dem Argument der Wirtschafts- und
Finanzkrise eingespart wird. Es wird vermehrt nach
Zugangsbeschränkungen gerufen, Stipendien werden gekürzt, Beihilfen
und Förderungen werden gestrichen", ärgert sich Peter Grabuschnig, ÖH
Generalsekretär. "Studiengebühren stehen glücklicherweise in vielen
Ländern nicht mehr auf der Tagesordnung - es wurde in vielen Ländern
erkannt, dass diese für die Studierenden eine so große Hürde
darstellen, die in keinem Verhältnis zu den ohnehin geringen
Einnahmen für die Hochschulen stehen. Wann kommt diese Einsicht
endlich auch nach Österreich?"
"EU-weit ist eine drastische Steigerung der Jugendarbeitslosigkeit zu
beobachten. 17 der 27 EU-Länder haben eine Jugendarbeitslosigkeit von
über 20 Prozent. Vor dem Krisenjahr 2008 war das in keinem Land der
Fall. Dieses Beispiel verdeutlicht sehr klar, dass gerade im Bereich
der Bildung in den letzten Jahren eine verfehlte Politik praktiziert
wurde. Anstatt Jugendlichen Bildung und Perspektive zu gewähren,
wurde genau dieser Sektor zunehmend durch finanzielle Kürzungen
beschnitten", erklärt Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH. "Das
ist fatal für die jugendlichen Betroffenen und fatal für die Zukunft
der Gesellschaft!"
"Am heutigen Tag wollen wir, sowie andere Studierendenorganisationen
wie beispielsweise die italienische UDU oder die französische UNEF,
erneut auf die Lage der Studierenden aufmerksam machen.
Demonstrationen, wie in Deutschland, sind auch in anderen Ländern zu
erwarten. Es braucht auf internationaler, sowie nationaler Ebene ein
Bekenntnis der Politik zu Bildung. Dieses fehlt schon lange und ist
die letzten Jahre noch weiter in den Schatten diverser kurzsichtiger
Debatten gerückt. Bildung ist ein langfristiges Projekt - es braucht
Zeit, Raum und die finanziellen Mittel, damit dieses Projekt gelingen
kann", so Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam abschließend.
Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at,
http://www.oeh.ac.at














