• 16.11.2011, 16:50:54
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  • OTS0283 OTW0283

Prostitutionsgesetz wirkt

Steuerungsgruppe tagte erstmals nach in Kraft treten des Gesetzes:

Wien (OTS) - Heute Mittwoch hat erstmals seit in Kraft treten des
neuen Wiener Prostitutionsgesetzes die Steuerungsgruppe aus Politik,
BezirksvertreterInnen, NGOs und Polizei getagt. Sie hat die Aufgabe
das Gesetz zu begleiten, offene Frage- und Problemstellungen zu
analysieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Wesentliche Feststellung, die im Rahmen dieser Sitzung von den
ExpertInnen getroffen wurde: Es gehen um mehr als die Hälfte weniger
Frauen der Straßenprostitution nach und die Wohngebiete sind
entlastet.
Die Indoor- Verlagerung hat weiter oberste Priorität, denn Indoor
arbeiten heißt für die Frauen sicher arbeiten.
Darüber hinaus ist damit die Zielsetzung verbunden, Wien generell für
den Menschenhandel unattraktiv zu machen. Denn Fakt ist: Die Vielfach
unter Vorspiegelung falscher Tatsachen über die Grenze gebrachten
Frauen machen einen großen Teil der Straßenprostitution aus.

Empfehlung für Auhof wird aufgrund massiver
Sicherheitsbedenken zurückgenommen

Von jenen Bereichen, wo Straßenprostitution auch vor in Kraft
treten des Gesetzes schon möglich gewesen ist, wird insbesondere der
Prater von den Frauen frequentiert. Der Auhof hingegen wird von den
Frauen nicht nur schlecht angenommen, sondern stellt ein massives
Problem dar. Die Sicherheit der Frauen ist dort nicht gewährleistet.
Es wäre daher unverantwortlich die Empfehlung für den Auhof weiter
aufrecht zu erhalten.

Hinsichtlich der drei vorgeschlagenen zusätzlichen Erlaubniszonen,
sind jetzt die Bezirke am Wort. Im Sinne einer umfassenden
Transparenz bei der Umsetzung des Gesetzes geht es nicht nur um die
zwingend vorgeschriebene Anhörung der Bezirksvertretungen, sondern um
einen intensiven Abstimmungsprozess. Demnächst wird als weiterer
Schritt eine Gesprächsrunde mit allen Gürtel- Anrainerbezirken
stattfinden.

Begleitende Streetwork ist fixer Bestandteil der Neuregelung der
Prostitution in Wien. Die ExpertInnen bieten Beratung für
Prostituierte und Hilfestellung für Neuorientierung, wenn Frauen
aussteigen wollen. Darüber hinaus stehen die BeraterInnen von
SOPHIE-mobil von Montag bis Donnerstag von 10.00 bis 17.00 Uhr unter
0676/88 666 222 auf der Hotline auch für AnrainerInnenfragen rund um
das Thema Prostitution zur Verfügung. (schluss)gph

Rückfragehinweis:
Büro Stadträtin Sandra Frauenberger
Mediensprecherin Gabriele Philipp
Tel.: +43 1 4000 81295
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

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