• 16.11.2011, 13:26:17
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AK zur Oktober-Inflation: Endlich Stopp der Preistreiberei!

Wien (OTS) - Die Preistreiberei gehört bekämpft, fordert die AK
von der Regierung als Konsequenz der nach wie vor hohen Inflation im
Oktober von 3,4 Prozent. "Wir verlangen weiter den maximalen Einsatz
gegen die Preistreiberei, die ihre Hauptursache in der Spekulation
hat", erklärt AK Präsident Herbert Tumpel. "Spekulanten dürfen die
Preise nicht auf Kosten der Konsumenten in die Höhe treiben. Das ist
ungerecht." Der Preisauftrieb ist auch eine Gefahr die Konjunktur,
weil dadurch die Realeinkommen sinken. "Bei den Lohnverhandlungen
müssen die Beschäftigten ihren gerechten Anteil bekommen. Kräftige
Lohn- und Gehaltsabschlüsse stärken die Kaufkraft", sagt Tumpel.

"Heizen, Essen, Miete und oft auch Sprit - das sind Kosten, denen
niemand ausweichen kann", sagt Tumpel. "Fürs Heizen werden die
Konsumenten heuer tief in die Geldbörse greifen müssen: So ist der
Preis für Heizöl im Jahresvergleich um 21 Prozent gestiegen, Gas
wurde um fast 14 Prozent teurer. Der Preis für Diesel zum Beispiel
stieg im Jahresvergleich um 20 Prozent. Auch Lebensmittel schlagen
sich teuer zu Buche: beispielsweise Kristallzucker (plus 39 Prozent),
Weizenmehl (plus 18,3 Prozent), Kaffee, Tee und Kakao (plus 19,2
Prozent), Fette und Öle (fast plus zwölf Prozent). Die Wohnungsmieten
stiegen ebenfalls überdurchschnittlich (plus vier Prozent).

Tumpel verlangt Maßnahmen auf nationaler und internationaler
Ebene:
+ Spekulationen unterbinden: Die Regierung muss sich auf EU-Ebene für
Maßnahmen gegen Spekulationen auf den Rohstoffmärken einsetzen, vor
allem auf dem Ölmarkt.
+ Der Wirtschaftsminister muss im Wettbewerbsgesetz endlich die
gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein Wettbewerbsmonitoring
schaffen.
+ Sprit-Preisbildung untersuchen: Die EU-Kommission muss die
Preisbildung bei Rohöl und Sprit prüfen. Die AK hat die EU schon
wiederholt aufgefordert, den europäischen Mineralölmarkt zu
untersuchen.
+ Die Bundeswettbewerbsbehörde muss auch den österreichischen
Treibstoffmarkt genau unter die Lupe nehmen. In Deutschland ist das
durch das deutsche Bundeskartellamt bereits passiert. Das Ergebnis:
Die Marktmacht fünf großer Multis zieht ein höheres Preisniveau nach
sich - die Marktstruktur ist auch in Österreich so.
+ Preissteigerungen kontrollieren: Steigen bei uns
Grundnahrungsmittelpreise stärker als in vergleichbaren Ländern, muss
der Wirtschaftsminister prüfen lassen, wodurch der
"Österreich-Aufschlag" zustande kommt.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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