• 15.11.2011, 18:15:09
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Neues Volksblatt: "Sparen" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 16. November 2011

Linz (OTS) - Alle reden vom Sparen - aber wenn es konkret wird,
ist es mit der Begeisterung nicht mehr weit her. Sparen ja, aber bei
den anderen.
Das soll sich jetzt ändern. Mit einer Schuldenbremse in der
Verfassung will sich die Regierung den Ausweg über die lange Bank
versperren.
Die Regierung hat sich selbst zum Sparen verdonnert - und die
Opposition hat nicht sofort Nein gesagt. Für einen kurzen Augenblick
konnte mann gestern den Eindruck haben, als gäbe es in dieser für
Österreich so wichtigen Frage einen nationalen Konsens.
Doch das war schnell vorbei. Der Chef der Orangen, die in Kärnten
viel dazu beigetragen haben, dass die Staatsfinanzen so sind, wie sie
sind, hetzt gegen die ÖVP und speziell gegen die Finanzministerin.
Der Chef der Blauen pfeift den Budgetsprecher seiner Partei zurück,
der den Regierungsbeschluss über die Schuldenbremse positiv beurteilt
hat. Und die Grünen? Die winden sich, wie meistens.
Das alles war zu erwarten und hat uns nicht überrascht. An der
Regierung liegt es jetzt, uns wirklich zu überraschen - nämlich mit
konkreten Sparideen. Denn dass gespart werden muss, mit und ohne
Schuldenbremse, war ohnehin klar; jetzt wollen wir wissen, wo gespart
werden soll.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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