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OTS0298   15. Nov. 2011, 15:29

Falter: Türkischverbot für Bäckereiangestellte

Laut Mitarbeiterinnen "beschweren sich sonst die Österreicher" - Englisch und Französisch sei hingegen "gern gesehen"


Dass sie ihre Kunden nicht auf Türkisch oder
Serbokroatisch bedienen dürfen, behaupten türkisch- und
serbischstämmige Mitarbeiterinnen der Bäckereiketten Ströck, Mann und
Anker. Das berichtet die Wochenzeitung Falter in ihrer heute,
Dienstagabend erscheinenden Ausgabe.

Englisch oder Französisch sei als Fremdsprachenkompetenz im
Brotverkauf gern gesehen, sagen die Verkäuferinnen. Türkisch- oder
serbokroatischsprechenden Kunden jedoch müsse man auf Deutsch
antworten, "sonst beschweren sich alteingesessenen Österreicher",
zitiert der Falter eine Mitarbeiterin von Der Mann.

Sprachwissenschaftler nennen die Vorschrift im Falter "respektlos
und sprachlich diskriminierend", weil sie Migranten das
Selbstbewusstsein raube.

Auf Falter-Nachfrage streiten Ströck und Mann die Existenz einer
Sprachvorschrift ab. Sie sprechen von einem Missverständnis. Einzig
Anker bestätigt, dass Mitarbeiter an an der Theke "angehalten" seien,
Deutsch zu sprechen, weil "Integration anders nicht funktionieren
kann".

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0298 2011-11-15 15:29 151529 Nov 11 FAT0002 0159



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Rückfragehinweis: Joseph Gepp
Redakteur - Falter
Marc-Aurel-Straße 9,
1011 Wien
Tel: +43-1-53660-959
Mail: gepp@falter.at

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