• 14.11.2011, 20:34:56
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Neues Volksblatt: "Regress" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 15. November 2011

Linz (OTS) - Ein Tag, zwei Bundesländer: In Oberösterreich haben
sich Land und Gemeinden auf ein mehrere hundert Millionen Euro
schweres Hilfspaket des Landes für die Gemeinden geeinigt; in Kärnten
sollen künftig, wie der freiheitliche Soziallandesrat angekündigt
hat, die Angehörigen von in Pflege- und Behindertenheimes
untergebrachten Menschen zahlen. Pflegeregress heißt dieses Modell in
der Fachsprache, das in der sozialdemokratisch dominierten Steiermark
seine Auferstehung gefeiert hat. Dabei wollen die Kärntner ordentlich
kassieren, nach dem Motto: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Zahlen
soll nämlich, wer mehr als 1200 Euro netto im Monat verdient. Zum
Vergleich: Der Richtsatz für die Ausgleichszulage beträgt knapp 800
Euro.
Man sieht: An den Kärntner und steirischen Vorbildern - als solche
haben sie sich gern hingestellt - sollte man sich nicht orientieren.
Solides Wirtschaften, ohne Großmannssucht, macht sich auf Dauer halt
doch bezahlt; auch für die Bürger. Denn kein Politiker, und wenn er
sich noch so generös gibt und in seinem Büro Geld verteilt, zahlt die
"Wohltaten" aus der eigenen Tasche. Was immer wir vom Staat bekommen,
zahlen wir schlussendlich selber - oder unsere Kinder und
Enkelkinder, was weder fair noch anständig ist!

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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