• 11.11.2011, 20:32:24
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Bundeskanzler Faymann: Soziale Schranken in der Gesellschaft abbauen

Bundeskanzler Werner Faymann zu Gast bei der Konferenz der SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten - Bekräftigt Forderung nach Regulierung der Finanzmärkte

St. Pölten (OTS/SK) - Soziale Schranken in allen Bereichen der
Gesellschaft müssen abgebaut werden. Das forderte
SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann am Freitag
bei seiner Rede bei der Bezirkskonferenz der SPÖ Bezirksorganisation
St. Pölten. "Wir wollen die beste Bildung für alle in unserem Land
und das unabhängig vom Einkommen der Eltern", sagte Faymann. Auch bei
der Gesundheit dürfe Arm und Reich keinen Unterschied machen. "Jeder
soll den Fortschritt der Medizin für sich in Anspruch nehmen können",
fordert Faymann. Der Kanzler bekräftigte seine Forderung nach
strengeren Regeln für die Finanzmärkte und nach Einführung einer
Steuer auf Vermögen über einer Million Euro. ****

"Wir brauchen strengere Regeln für Finanzmärkte" so der Kanzler. Die
Finanzmärkte hätten sich verselbstständigt und sich von der
Realwirtschaft entfernt. "Sie funktionieren wie ein großes Casino, in
dem auf alles gewettet wird, egal ob auf Nahrungsmittel oder
Pleiten", so Faymann. Durch die Einführung einer
Finanztransaktionssteuer solle der Finanzsektor einen gerechten
Beitrag leisten. "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können die
Suppe nicht alleine auslöffeln. Sie haben sie sich auch nicht
eingebrockt", so der Kanzler.

Faymann plädierte für ein gemeinsames Europa, Austrittsphantasien
erteilte er eine klare Absage. "Wir dürfen Österreich nicht in die
Isolation führen", sagte Faymann. Das brächte negative Auswirkungen
auf die Wirtschaft und heimische Arbeitsplätze. "Wir müssen dafür
sorgen, dass Europa wettbewerbsfähig bleibt. Und wir müssen dafür
sorgen, dass sich auch noch die nächste Generation behaupten kann",
sagte Faymann. Er plädierte daher für Investitionen in die
Zukunftsbereiche Bildung, Forschung und Entwicklung.

Gleichzeitig müsse in Österreich und in Europa an ausgeglichenen
Staatshaushalten und Schuldenabbau gearbeitet werden. "Nur so können
wir unsere Unabhängigkeit von Finanzmärkten und Spekulanten
bewahren", sagte Faymann. Und weiter: "Wir müssen Sparen und Leistung
erbringen. Aber das, was gemeinsam erarbeitet wird, muss auch gerecht
verteilt werden." Der Kanzler bekräftigte seine Forderung nach einer
Millionärssteuer. "Große Vermögen über einer Million Euro müssen mehr
beitragen, denn die Arbeitnehmer zahlen ohnehin schon genug", so
Faymann.

Der Kanzler nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Anwesenden für
ihr Engagement und ihren Einsatz für die Sozialdemokratie zu
bedanken. (Schluss) sa

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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