- 11.11.2011, 16:45:26
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denkstatt unterstützt Politik und Wirtschaft bei der Umsetzung einer ökologischen Steuerreform in Österreich
Eine repräsentative Karmasin-Umfrage und eine denkstatt-Kundenbefragung signalisieren "Ja" zur ökologischen Steuerreform.
Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Ökobüro-Veranstaltung zur
Ökologischen Steuerreform in Österreich wurde eine Umfrage
vorgestellt, nach der zwei Drittel der ÖsterreicherInnen eine
ökologische Steuerreform unterstützen. Voraussetzung ist, dass sie
alle CO2-Emittenten im Inland erfassen muss. Das Beratungsunternehmen
denkstatt präsentierte bereits im Dezember 2010 eine Befragung unter
denkstatt-Kunden nach der ebenfalls eine Mehrheit eine ökologische
Steuerreform anderen klimapolitischen Instrumenten wie Standards und
Subventionen vorzog.
Gewinner der ökologischen Steuerreform
"Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter und bieten unseren
Kunden Full-Service aus einer Hand - von der strategischen Beratung
bis zur Umsetzung in den Bereichen erneuerbarer Energien und
Energieeffizienz" weist denkstatt Geschäftsführer Christian Plas auf
die neue Firmengründung "denkstatt enertec" hin. Durch öko-innovative
Lösungen können Unternehmen mit weniger CO2-Austoß und weniger
Energie-Verbrauch zu den Gewinnern einer ökologischen Steuerreform
werden.
Schon bisher konnten Unternehmen durch den Umstieg auf erneuerbare
Energien und durch Energieeffizienzmaßnahmen erhebliche Kosten
einsparen. Für die Zukunft hat die Energieautarkiestudie von
Umweltminister Berlakovich 2010 gezeigt, dass technisch 100%
erneuerbare Energien in Österreich bis 2050 machbar sind, wenn um die
Hälfte weniger Energie verbraucht wird. "Mit einer ambitionierten,
ökologischen und aufkommensneutralen Steuerreform bei der Energie und
fossiles CO2 allmählich aber deutlich höher besteuert werden und
gleichzeitig die Steuern auf Arbeit und eventuell auch auf den Konsum
abgesenkt werden, können diese Potenziale verwirklicht werden" betont
denkstatt Klimaökonom Erwin Mayer. Weit mehr Unternehmen als bisher
würden auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz umsteigen und
jene, die die Energiewende schon vollzogen haben würden weit stärker
profitieren als bisher.
Fossile Energien verteuern, Lohn- und Einkommenssteuern senken
Umweltminister Berlakovich hat für einige fossile Energieträger
wie Heizstoffe und Erdgas 20 Eur/t CO2 vorgeschlagen so es wie auch
der EU-Kommissionsentwurf aus dem Frühjahr 2011 vorsieht. 100 Eur/t
CO2, die laut denkstatt bis 2020 in Österreich erreicht sein sollten,
würden 23 Cent bei einem Liter Benzin und 26 Cent bei einem Liter
Heizöl oder Diesel, 27,5 Cent pro Kilogramm Erdgas an zusätzlicher
Steuer bedeuten. Würden die gesamten, jährlichen CO2-Emissionen
Österreichs besteuert werden, ergäbe das bei 75 Mio Tonnen CO2 und
einem Einführungssteuersatz von 20 Euro/t CO2 ein Aufkommen von ca.
1,5 Mrd. Euro jährlich. Bei 100 Eur im Jahr 2020 und einer erwarteten
Reduktion auf 60 Mio Tonnen CO2 und einem Steuersatz von 100 Eur/t
CO2 ergäbe das ca. 6 Mrd. Euro zu heutigen Preisen, das entspricht
ca. einem Viertel der Steuern auf Einkommen und Lohn oder einem
Drittel der Umsatzsteuereinnahmen im Jahr 2008.
"Eine aufkommensneutrale ökologische Steuerreform hilft dem
Klimaschutz, schafft Arbeitsplätze und wird von der Wirtschaft
unterstützt" so Plas und Mayer abschließend.
denkstatt mit Büros in Österreich, Ungarn, Bulgarien, Rumänien,
Slowakei und Spanien wurde 1993 gegründet und gehört heute zu den
größten Beratungsunternehmen in den Bereichen betrieblicher
Umweltschutz und Nachhaltige Entwicklung. Das breit gefächerte
Leistungsangebot umfasst Beratung & Training in den Bereichen
Management-Systeme, Nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und
Gesellschaft, Klima- und Energie, Abfallmanagement und
Abfall-Contracting, Soziales Design, Produktnachhaltigkeit und
Nachhaltiges Bauen.
Rückfragehinweis:
Erwin Mayer: 0664/2700441
[email protected]
www.denkstatt.at
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