• 11.11.2011, 15:07:40
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Bundeskanzler Faymann: Stehen mit unserer Wertehaltung auf der richtigen Seite

Bundeskanzler betont bei Volkshilfe-Konferenz die Wichtigkeit der politischen Auseinandersetzung für soziale Gerechtigkeit

Wien (OTS/SK) - Eine Gesellschaft ist daran zu messen, wie sie mit
ihren schwächsten Mitgliedern umgeht, sagte Bundeskanzler Werner
Faymann am Freitag bei der Bundeskonferenz der Volkshilfe Österreich.
Das werde in Zeiten der Krise in Europa immer wichtiger. Die
Volkshilfe sehe ihren gesellschaftspolitischen Auftrag darin, auf der
Seite der Schwächsten in unserer Gesellschaft zu stehen und mit
konkreten Projekten den Menschen am Rand der Gesellschaft zu helfen,
so der Bundeskanzler, der dafür den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Volkshilfe seinen großen Dank aussprach. "Ich bin stolz auf eine
Bewegung, die ehrenamtlich so viel soziales Engagement zeigt und im
Kampf gegen Armut zur Stelle ist. Gemeinsam stehen wir mit unserer
Wertehaltung der sozialen Gerechtigkeit auf der richtigen Seite",
betonte Faymann. ****

Der Bundeskanzler stellte die aktuelle Lage in Europa, das sich "in
stürmischer See befindet", in den Mittelpunkt seiner Grußworte auf
der Konferenz. Angesichts der hohen Verschuldung in der Eurozone und
der damit einhergehenden zunehmenden Abhängigkeit von den
Finanzmärkten betonte Faymann die Wichtigkeit von Sparsamkeit, neuen
Regelwerken für die Finanzmärkte und neuen Einnahmen. "Wir haben die
schwierige Aufgabe, für eine neue Ordnung in Europa zu sorgen. Dafür
müssen wir die Spekulation zurückdrängen, die Realwirtschaft stärken
und die Schulden reduzieren", sagte Faymann.

"Es ist unsere Aufgabe, dafür zu kämpfen, dass es gerechter zugeht,
dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter
auseinanderklafft", betonte der Bundeskanzler. Die Sozialdemokratie
trete daher in Europa für Maßnahmen ein, die für mehr Gerechtigkeit
sorgen, wie etwa die Finanztransaktionssteuer oder höhere Steuern auf
Vermögen. Dafür sei eine politische Auseinandersetzung notwendig: "Es
ist eine weltweite politische Diskussion, in der sich entscheidet, ob
es gerechter zugeht oder nicht", so Faymann. Die Volkshilfe
Österreich sei dafür eine wichtige Partnerin.

Volkshilfe-Präsident Josef Weidenholzer dankte dem Bundeskanzler für
die gute Zusammenarbeit und die hohe Wertschätzung, die dieser der
Volkshilfe entgegenbringt. "Wir haben immer das Gefühl, dass wir mit
unseren Forderungen ernst genommen werden", sagte Weidenholzer. Neben
Faymann konnte Weidenholzer SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas,
Sozialminister Rudolf Hundstorfer und NR-Abgeordnete Renate Csörgits
begrüßen. (Schluss) pl/bj

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Tel.: 01/53427-275
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