• 11.11.2011, 13:52:03
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Wiener Konzernsteuertag 2011 - BILD

Wolfgang Kessler, Sabine Kirchmayr, Andreas Schumacher, Gunter Mayr (v.l.n.r.)

Wien (OTS) - Beim Wiener Konzernsteuertag 2011 informierten am 4.
November internationale Experten über die Besteuerung der
grenzüberschreitenden Konzernfinanzierung. Im Juridicum Wien wurden
wesentliche Fragestellungen zu den steuerlichen Rahmenbedingungen in
Europa diskutiert. Der Schwerpunkt lag auf Österreich und
Deutschland. Die teils erheblichen Unterschiede wurden in
spiegelbildlichen Sachverhalten für beide Länder analysiert,
diskutiert und in ausgewählten Fallbeispielen verglichen.

Rahmenbedingungen in Europa

Während des ganztägigen Symposiums stellten acht fachspezifische
Vorträge die komplexe Thematik dar. Univ.Prof.DDr. Gunter Mayr,
Universität Wien und Bundesministerium für Finanzen, Prof.Dr.
Wolfgang Kessler, Universität Freiburg sowie DDr. Babette Prechtl,
Universität Linz und LeitnerLeitner Linz erläuterten die steuerlichen
Rahmenbedingungen in Österreich, Deutschland und Europa. "Die
gesetzlichen Regelungen in Österreich sind generell
unternehmerfreundlicher als in Deutschland, wo die Zinsschranke eine
große Rolle spielt", fasste Gunter Mayr zusammen.

Verdecktes Eigenkapital und verdeckte Ausschüttungen

Worauf bei der Verbindung bzw Trennung von Vermögen und
Verbindlichkeiten durch Umgründungen zu achten ist, erörtete DDr.
Hans Zöchling, KPMG Wien. Auf die Risiken, die im Zusammenhang mit
verdecktem Eigenkapital entstehen können, machte Mag. Andreas Sauer,
LeitnerLeitner Wien aufmerksam. Gleichermaßen sind bei der
Konzernfinanzierung eventuelle verdeckte Ausschüttungen genau zu
beachten, rundete Hofrat Mag. Bernhard Renner, UFS diesen Themenblock
ab.

Besondere Finanzierungsinstrumente

Als besondere Finanzierungsinstrumente im steuerlichen Vergleich
Österreich und Deutschland dienen unverzinsliche Konzerndarlehen,
Forderungsverzicht, Besserungskapital, Genussrechte und
Partizipationskapital. Ihre jeweiligen praktischen Anwendungen
entschlüsselten Prof.Dr. Andreas Schumacher, Flick Gocke Schaumburg
Bonn und Univ.Prof.Dr. Sabine Kirchmayr, Universität Wien und
LeitnerLeitner Wien.

Grenzüberschreitende Verlagerung von Zinsaufwand

Am Schluss des Symposiums standen die ausführlichen
Fallgestaltungen zur grenzüberschreitenden Verlagerung von
Zinsaufwand. Gunter Mayr, Sabine Kirchmayr, Wolfgang Kessler und
Andreas Schumacher zeigten mit konkreten Beispielen, wie die Theorie
in der Praxis funktionieren kann. Durch die Gesetzesänderungen der
letzten Jahre haben sich viele Anwendungsfragen ergeben, zu denen
Lösungsvorschläge diskutiert und erarbeitet wurden. So kann sich zB
die fremdfinanzierte Gewinnausschüttung zur grenzüberschreitenden
Verlagerung von Zinsaufwand eignen. Allerdings ist hier der
Gestaltungsspielraum in Deutschland größer.

Der Konzernsteuertag wurde von Sabine Kirchmayr und Gunter Mayr,
beide vom Institut für Finanzrecht, organisiert. Sabine Kirchmayr ist
auch Partnerin bei LeitnerLeitner, eine der maßgebenden Sozietäten
von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern in Zentral- und Osteuropa.
Wissenschaft und Praxis greifen auch bei LeitnerLeitner
interdisziplinär ineinander. Hinter jedem persönlichen
Ansprechpartner stehen rund 650 Mitarbeiter in Zentral- und Osteuropa
und weltweite Kooperationspartner. LeitnerLeitner hat das Symposium
an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien als
Hauptsponsor unterstützt.

Die rund 150 Zuhörer aus Wissenschaft und Praxis nutzten das
Symposium für einen konzentrierten Informationsaustausch.
Einschlägige Praktiker aus der Wirtschaft trafen Vertreter der
Finanzverwaltung, Richter und Universitätsprofessoren.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service,
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Für weitere Informationen steht Ihnen Univ.Prof.Dr. Sabine Kirchmayr unter 01 718 9890-560 gerne zur Verfügung.

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