- 11.11.2011, 12:52:55
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Nachlese Science Event 2011 - Raum für alle(s)?
Wien (OTS) - Wie können die unterschiedlichen Bedürfnisse an den
Raum unter einen Hut gebracht werden? Mit dieser Frage beschäftigte
sich der zehnte Science Event am 10. November im RadioKulturhaus.
Veranstalter war der Risiko:dialog von Umweltbundesamt und Radio
Österreich1.
Raum - Fläche - Boden
Für Hans Heinrich Blotevogel, Professor für Raumentwicklung an der
Technischen Universität Dortmund bedeuten die vier Megatrends -
Globalisierung, demografischer Wandel, Klimawandel sowie Mobilität &
Energie - Risiken und Handlungserfordernisse. Die zentrale Aufgabe
der Raumentwicklung sieht er in der Anpassung an den Klimawandel.
Sein Fazit: Politische Entscheidungen müssen trotz ungewisser
Rahmenbedingungen getroffen werden. Professor Winfried Blum von der
Universität für Bodenkultur mahnte in seiner Keynote, zu einem
sorgsamen Umgang mit Agrarböden bester Qualität.
Bedürfnisse
Beate Jessel, Direktorin des Bundesamtes für Naturschutz in
Deutschland widmete sich der ambivalenten Rolle von Biodiversität,
die Bedürfnisse an den Raum hat und gleichzeitig Bedürfnisse erfüllt.
Für Bernhard Müller, Leiter des Leibnitz-Instituts für ökologische
Raumentwicklung sind Silver Economy, Ehrenamt und lebenslanges Lernen
Chancen einer älter werdenden Bevölkerung. Edwin Deutsch, Professor
für Wirtschaftsmathematik an der Technischen Universität Wien
erklärte, dass die Produktivität einer Region umso höher ist, je
vielfältiger die Aktivitäten in dieser Region sind.
Best practice Beispiele
Brigit Wehrli-Schindler, Direktorin der Stadtentwicklung Zürich
stellte ein Projekt der Metropolitankonferenz Zürich vor, in dem der
Metropolitanraum als Parklandschaft gestaltet wird. Jörg Knieling von
der HafenCity Universität Hamburg erläuterte, dass in Hamburg
(Umwelthauptstadt 2011) über Klimawandel und Anpassung intensiv
diskutiert wird. Da das Thema mit Unsicherheiten behaftet ist,
erachtet er den Dialog zwischen PolitikerInnen und BürgerInnen als
besonders notwendig.
Podiumsdiskussion
In der von Klemens Riegler-Picker, dem Geschäftsführer des
Ökosozialen Forums moderierte Podiumsdiskussion widmeten sich die
ReferentInnen sowie Maria Vassilakou, Wiener Vizebürgermeisterin,
Ulrike Böker, Bürgermeisterin der oberösterreichischen Gemeinde
Ottensheim und Heinz Fassman von der Universität Wien möglichen
Handlungsräumen.
Maria Vassilakou betonte die Notwendigkeit guter
Kooperationsstrukturen zwischen Wien und dem Umland. Den Schutz von
Erholungsgebieten und landwirtschaftlichen Flächen sowie den
Naturschutz nannte sie als gemeinsame Anliegen. Ulrike Böker meinte,
dass die Gemeinden qualitätsvolle Beratung durch ExpertInnen
brauchen. Heinz Fassmann sieht die Einbindung von unterschiedlichen
Anspruchsgruppen und daraus resultierende Kooperationen als
Erfolgsfaktoren.
Veranstalter
Veranstalter des zehnten Science Event waren das Umweltbundesamt
und Radio Österreich 1 im Rahmen des Risiko:dialog. Der Risiko:dialog
ist eine wachsende Community, die zur Meinungsbildung in spannenden
gesellschaftlichen Prozessen beiträgt. Dies passiert im
Netzwerk.Risiko:dialog-PartnerInnen, MitveranstalterInnen und
SponsorInnen des Science Events: Bundesministerium für Wirtschaft,
Familie und Jugend (BMWFJ), Lebensministerium, Austrian Power Grid AG
(APG), Universität für Bodenkultur (BOKU), Bundesamt für Naturschutz
Deutschland (BfN), Stadt Wien, Ökosoziales Forum Österreich,
Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK), Wien Energie, die OMV
und DER STANDARD.
Rückfragehinweis:
weitere Informationen:
Sabine Enzinger, Pressestelle Umweltbundesamt,
Tel.: +43-(0)664 80013 5488; E-Mail: [email protected],
www.umweltbundesamt.at/news_111111/
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