- 11.11.2011, 12:42:50
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Keine ORF-Gebührenerhöhung ohne vorherige Werbebeschränkungen
Widerstand des ORF gegen Sparvorgaben ungeheuerlich
Wien (OTS) - Erst im vergangenen Jahr hat die Politik dem ORF
zeitlich befristet zusätzliche Mittel aus dem Staatshaushalt in Höhe
von 160 Millionen Euro genehmigt. Diese weitere Subvention war
verbunden mit klaren Sparvorgaben. Mit großer Überraschung nimmt der
Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) daher zur Kenntnis, dass
sich der ORF derzeit intensiv dafür einsetzt, dass diese völlig
gerechtfertigten Sparvorgaben gelockert oder gar aufgehoben werden
sollen.(1) In einer Zeit, in der in der ganzen EU über drastische
Einsparungen gesprochen wird, scheint der ORF den Spargedanken
abschaffen zu wollen.
Und obwohl es noch gar nicht lange her ist, dass der ORF diese
zusätzliche Finanzspritze vom Staat zugesagt bekommen hat, und
gleichzeitig seine Werbemöglichkeiten ausgeweitet wurden, fordert der
ORF schon wieder eine Erhöhung der Gebühren unter dem Titel
Inflationsausgleich. Angesicht einer drohenden erneuten
Wirtschaftskrise wäre der Wettbewerb damit in extremer Gefahr.
Aus Gründen eines sauberen und fairen Wettbewerbs kann es daher
keine Erhöhung der Einnahmen des ORF aus Programmentgelten geben!
Zuvor müssen erst die Vermark-tungsmöglichkeiten des ORF gesetzlich
deutlich einschränkt werden, hält der VÖP ganz klar fest. Dies könnte
etwa durch ein Verbot von Product Placement oder Sponsoring, eine
Streichung des Durchrechnungszeitraums bei der Einhaltung der
täglichen TV-Werbezeitgrenzen, oder Einschränkungen bei der Werbung
im Hauptabendprogramm erfolgen.
"Dies würde auch dem europäischen Trend entsprechen:
Öffentlich-rechtliche Sender werden immer stärker in ihrer
Vermarktung beschränkt, um sie von der Werbewirtschaft unabhängig zu
machen.", so Dr. Klaus Schweighofer, Vorstandsvorsitzender des VÖP
und Vorstand der Styria Media Group. "Alles andere wäre wie eine
Geisterfahrt Österreichs in der EU."
Zur gleichen Zeit wurde übrigens bekannt, dass die Gehälter des
neuen ORF-Managements um 10% erhöht wurden.(2) Angesichts des
Widerstands gegen die notwendigen Sparvorgaben erscheint dies aus
Sicht des VÖP geradezu wie eine Frotzelei des Gebühren- und
Steuerzahlers.
(1) http://www.ots.at/redirect/orffinanzen
(2) http://www.ots.at/redirect/orfbetriebsrat
Rückfragehinweis:
Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführung
Tel. 01 / 51633-3166, mailto:[email protected]
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