• 11.11.2011, 10:42:06
  • /
  • OTS0123 OTW0123

Entwicklungszusammenarbeit: Bischöfe kritisieren Budgetkürzung

Appell an Regierung, Mittel "für die Ärmsten der Armen" zu erhöhen

Wien, 11.11.11 (KAP) Österreichs Bischöfe haben erneut an die
heimische Bundesregierung appelliert, die Entwicklungszusammenarbeit
gesetzlich abzusichern und einen "verbindlichen Stufenplan zur
Erhöhung der finanziellen Mittel" vorzulegen. Die Kürzungen der
Mittel für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit im Budget 2012
müssten zurückgenommen und zusätzliche Mittel für den
Auslandskatastrophenfonds bereitgestellt werden, forderte die
Bischofskonferenz zum Abschluss ihrer Herbstvollversammlung.

"Entwicklungszusammenarbeit muss eine zentrale politische Aufgabe
bleiben, um Armut und Hunger zu bekämpfen", erklärten die Bischöfe.
Die Kürzungen der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit seien
"beschämend für ein nach wie vor sehr reiches Land wie Österreich".

Umso erfreulicher sei die Spendenbereitschaft der Österreicher, die
auf diese Weise ihre Solidarität mit den Ärmsten bewiesen. So
konnten kirchliche Organisationen durch die Spenden im vergangenen
Jahr mit rund 100 Millionen Euro mehr als 4.000 Hilfsprojekte
unterstützen. Daraus leite sich ein "Auftrag an den Staat ab, auch
seinen Teil zur Entwicklungszusammenarbeit beizutragen".

Österreich habe sich mehrfach, "sowohl international auf UN- und
EU-Ebene als auch national auf Regierungsebene", zu einer Anhebung
der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des
Bruttonationaleinkommens bekannt. Hier brauche es "genügend Geld und
bessere Rahmenbedingungen für den Einsatz von Entwicklungshelfern",
heißt es in der Presseerklärung.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) ssc/jop/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel