• 11.11.2011, 09:48:50
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Social Business Public Speech in Wien: "Nichts ist unmöglich."

Prof. Muhammad Yunus spricht mit NASA-Astronaut Ron Garan über social business, ein innovatives Wirtschaftskonzept

Wien (OTS) - Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus sowie
NASA-Astronaut Ron Garan haben bei ihrer öffentlichen Rede am 10.
November 2011 in Wien über social business gesprochen, ein
innovatives Wirtschaftskonzept, um soziale und ökologische Probleme
zu lösen. Nachdem NASA-Astronaut Ron Garan die rund 700 Besucher auf
eine Reise in den Weltraum mitgenommen hat, sprach Prof. Yunus über
die uneingeschränkten Möglichkeiten der Menschheit, die Welt von
morgen zu gestalten. Die Rede war einer der Höhepunkte des Global
Social Business Summit 2011, zu dem sich jedes Jahr Pioniere der
weltweiten social business Bewegung aus Wirtschaft, Politik,
Zivilgesellschaft und Wissenschaft treffen.

Unter dem Motto "Werte unserer Zeit - Inspirationen zweier
Pioniere" haben diese beiden herausragenden Persönlichkeiten im
Congress Center der Messe Wien über ihre Visionen vor dem Hintergrund
der aktuellen Wirtschaftskrise gesprochen. Ron Garan, der im
September von einem sechsmonatigen Aufenthalt in der Internationalen
Raumstation ISS zurückgekehrt ist, sprach über die Empathie, die er
durch seinen Blick auf die Erde entwickelt hat. Genauso, wie sich für
einen Astronauten der Blickwinkel auf die Erde ändert, ändert social
business die Art, Geschäfte zu machen. Daraus entstehe für Garan die
Verantwortung, diese Perspektive anderen mitzuteilen und sich als
Botschafter und starke Stimme für social business einzusetzen, um die
Ungleichheit der Menschen auf diesem Planeten zu verringern.
Besonders beeindruckt zeigte sich Garan von der Kreativität des
Menschen, technologische Wunderwerke wie eine Raumstation zu
entwickeln. Denn mit solcher Kreativität, so Garan, sei nichts
unmöglich, selbst eine Welt ohne Armut.

Prof. Muhammad Yunus erzählte in seiner einstündigen Rede von
seiner Lebensgeschichte. Wie er als frischgebackener Akademiker
inmitten der Armut in Bangladesch begonnen hat, nach einem Sinn für
seine Arbeit zu suchen. Schon früh habe ihn die Frage beschäftigt,
wie er sich für andere nützlich machen könne. Dabei sei sein Blick
immer auf den einzelnen Menschen gerichtet geblieben, seine Idee aber
ist gewachsen: Als er erkannt hat, dass viele Kinder in Bangladesch
an Nachtblindheit leiden, weil sie zu wenig Vitamin A durch Gemüse
aufnehmen, begann Prof. Yunus, kleine Packungen von Gemüsesamen zu
kleinen Preisen zu verkaufen. Schließlich wurde Prof. Yunus der
größte Gemüsesamenhändler des Landes. Weitere kreative Ideen, wie
z.B. die Verbreitung der Solarlampe, folgten, um soziale Probleme,
wie die fehlende Stromversorgung in den ländlichen Gebieten von
Bangladesch, zu lösen.

Der Abstand zwischen Möglichem und Unmöglichem werde täglich
kleiner, so Prof. Yunus. Er zeigte sich von zwei Dingen überrascht,
in denen er großes Potential für die Zukunft sieht: Die Technologie
und die jungen Menschen von heute. Die Wirtschaft müsse dagegen
lernen, dass die unersättliche Gier nach Geld nicht glücklich mache,
denn Menschen seien viel mehr als reine Geldmaschinen. Prof. Yunus
appellierte an die Zuhörer, die Herausforderungen anzunehmen und
verschiedene Dinge auszuprobieren, denn: "Wir können die Welt nach
unseren Vorstellungen ändern. Darin liegt die Herausforderung für uns
alle."

Global Social Business Summit 2011 in Wien

Unter dem Motto "Pioneering for Results" bietet der Global Social
Business Summit 2011 in Wien vom 10. bis 12. November die
Gelegenheit, sich in das Thema Social Business zu vertiefen,
Erfahrungen auszutauschen und sich international zu vernetzen.
Führende Vertreter internationaler Unternehmen wie Danone, Sandoz,
BASF und Intel treffen mit Regierungsvertretern aus Österreich,
Brasilien und Indien sowie der EU Kommission und der Vereinten
Nationen zusammen, um das Konzept von Social Business weiter zu
entwickeln: Unternehmen, deren Ziel es ist, soziale und ökologische
Probleme zu lösen und dabei auf Dauer finanziell unabhängig zu
wirtschaften.

Zu Prof. Muhammad Yunus

Prof. Muhammad Yunus (71) ist Wirtschaftswissenschafter aus
Bangladesch und entwickelte das Kernkonzept der Grameen Bank:
Mikrokredite für die Ärmsten der Armen, die keiner Sicherungen oder
Bürgschaften bedürfen. Für diese Art der Förderung wirtschaftlicher
und sozialer Entwicklung bekamen Muhammad Yunus und die von ihm
gegründete Grameen Bank im Jahr 2006 zu gleichen Teilen den
Friedensnobelpreis. Zusätzlich zur Vergabe von Mikrokrediten widmete
sich Muhammad Yunus in den vergangenen Jahren verstärkt der
Verbreitung seines Konzepts von Social Business.

Zu Ron Garan

Ronald John Garan Jr. (50) ist ein US-amerikanischer
NASA-Astronaut. Der ehemalige Kampfjetpilot ist im Jahr 2000 für die
Astronautenausbildung der NASA ausgewählt worden und 2008 zu seinem
ersten Raumflug gestartet. Vom 7. April bis 16. September 2011 war
Garan als Bordingenieur an Bord der Internationalen Raumstation ISS.

Weitere Informationen unter www.gsbs2011.com.

Rückfragehinweis:
Alex Kofler
Gaisberg Consulting
Tel.: 0043 (0) 1 522 78 04
Mobil: 0043 (0) 664 88 44 64 23
[email protected]

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